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Benefizspiel vor einer Traumkulisse

Über 1000 Zuschauer sehen tolles Handballspiel in der Dieter-Renz-Halle

Es war ein Sportabend, wie man sich ihn für Bottrop häufiger wünschen würde. Am Freitagabend empfingen die Handballer der DJK Adler 07 den Zweitligisten TUSEM Essen anlässlich des 100. Stadtjubiläums und die Dieter-Renz-Halle war bis auf den letzten Platz gefüllt. Rund 1000 Zuschauer sorgten für eine eindrucksvolle Atmosphäre und wurden mit einer unterhaltsamen Partie belohnt.

Wenn Marketing-Experten im Sport davon sprechen, dass es darum gehe für den Zuschauer ein „Erlebnis“ zu generieren, dann ist damit vor allem der Versuch gemeint, das Publikum vor und nach dem Haupt-Wettkampf durch verschiedene „Side-Events“ an die Sportstätte zu binden. Eine Challenge, die etwa dem „König-Fußball“ nur selten gelingt. In der Bundesliga kommen die Zuschauer pünktlich zum Anpfiff und flüchten nach dem Abpfiff aus dem Stadion, um zurück auf die heimische Couch zu kommen.

Betrachtet man dagegen den freundschaftlichen Vergleich zwischen den Adler-Handballern und dem TUSEM Essen, dann hatte die Handballabteilung der DJK Ader 07 ganz offensichtlich einige Marketing-Experten im Organisationsteam. Denn schon beim Vorspiel – zwei Stunden vor dem offiziellen Anwurf - zwischen der weiblichen D-Jugend der Adler und des SC Bottrop war die Dieter-Renz-Halle so voll wie einst zu Volleyball-Bundesligazeiten des VC 90. Auf dem Spielfeld ging es hin und her – jeder Treffer wurde mit lautstarkem Beifall bedacht. Das Ergebnis (24:12 für die Adler) geriet da zur Nebensache. „Für unsere Mädels war das einfach ein einmaliges Erlebnis vor so einer Kulisse zu spielen“, schwärmten die Adler-Trainer Alexandra Klanten und Sebastian Schubert.

Die anschließende Pause war für die Zuschauer dann genau lang genug, um sich an den Würstchen- und Getränkeständen zu stärken, um schließlich pünktlich zum Auftritt des Stadtprinzenpaares wieder in der Halle zu sein. In der tummelten sich die Handballfans dann sogar auf der Empore in Dreierreihen, als die Hauptprotagonisten des Abends, begleitet von den Cheerleadern des TUSEM Essen, in die Halle einliefen.

Vor einer eindrucksvollen Kulisse empfingen die Adler den TUSEM aus Essen.

Auf dem Spielfeld entwickelte sich von Beginn an ein munteres Spielchen, das vor allem der Zweitligist mit zahlreichen Kabinettstückchen bereicherte und seine Überlegenheit unter Beweis stellte. Doch auch die Adler kamen immer wieder zum Zug und in der Summe sogar auf 20 eigene Treffer. Gleich eine Vielzahl von Akteuren, die allesamt mit Einsatzzeiten bedacht wurden, konnten sich den Traum von einem Treffer gegen den Zweitligisten erfüllen. Am Ende gewannen die Essener, die auf dem besten Weg sind in die Bundesliga zurückzukehren, mit 39:20. Dass es keine 40 Gegentreffer wurden, verhinderte Torwart-Routinier Wolfgang Elsner, der mit seinen 56 Jahren in der Schlusssekunde mit einer Glanztat zur Stelle war.

„Wir wollten uns teuer verkaufen, hatten uns weniger als 40 Gegentreffer und mehr als zehn eigene Tore erhofft. Das Ziel haben wir also erreicht. Allen Jungs hat es super viel Spaß gemacht“, war Co-Trainer Felix Geilich begeistert. Sebastian Schubert, selbst mit zwei Treffern erfolgreich und Cheforganisator des Handballabends, konnte da nur zustimmen: „Es war großartig. Es ist toll zu sehen, was man als kleine Abteilung mit vielen helfenden Händen und viel Herz auf die Beine stellen kann. Das bringt sicherlich auch dem Vereinen einen Auftrieb.“

Die Schlusssirene hatte dem sportlichen Treiben zwar ein Ende gesetzt, doch dem Handball-Event in der Dieter-Renz-Halle noch lange nicht. Die Gästespieler aus Essen nahmen sich viel Zeit für die Autogrammwünsche der Fans und auch die Adler-Akteure durften sich auf dem einen oder anderen Block oder Kleidungsstück verewigen. Im Anschluss gab es noch ein gemeinsames Essen und vor der Halle bildeten sich noch einmal Schlangen rund um den Getränkewagen. Den Zuschauern, ihnen war noch einem großartigen Sportabend einfach noch nicht zum Gehen zumute. Sie kosteten das Jubiläumsspiel - dessen Erlöse einem guten Zweck zufließen - voll aus.

Text: Henning Wiegert

Kommentare (1)

Was ist die Summe aus 7 und 6?

von Frank,

Mir erschliesst sich aber , trotz der Aussage von Herrn Tischler, nicht, um welchen Benefit es nun ging !Echte ein Raum in dem sich Bottrops Handballsport präsentiert ?
Da habe ich nichts gegen, aber wo ? WIe ? Warum ?

Wären da nicht Duschkabinen in den Turnhallen ohne Schimmelfugen wichtiger ?

Na ja, wenns hilft ...