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Piratinnen erpokern sich das Remis

Die Frauen des JC 66 Bottrop starten mit einem 7:7 in Mönchengladbach

Es war noch kein großer, aber zumindest ein kleiner Schritt in Richtung Nordmeisterschaft. Die Frauen des JC 66 erkämpften sich ein verdientes 7:7 im NRW-Duell gegen den 1. JC Mönchengladbach. Zu verdanken war das den starken Auftritten der belgischen Spitzenkämpferinnen sowie den famos kämpfenden Lea Püschel und Alina Fiedler.

Alina Fiedler bezwang die Ungarin Franciska Szabo.

1. JC M'gladbach – JC 66 Bottrop 7:7 (64:70)
(1. Bundesliga Nord, 1. KT)

Ohne eine etatmäßige Kämpferin im Schwergewicht und ohne Besetzung in der Gewichtsklasse -48 Kilogramm waren die Piratinnen nach Mönchengladbach gereist, am Ende sicherten sie sich dennoch dank einer starken Vorstellung ein Unentschieden. „Das gleicht fast einem Wunder“, war JC-Trainer Wolfgang Amoussou nach dem 7:7 zum Auftakt in Mönchengladbach hochzufrieden.

Der entscheidende Faktor im Duell mit dem Bronzemedaillengewinner des Vorjahres war die starke internationale Besetzung des JC 66. Die Belgierinnen Gabriella Willems (-70 kg) und Myriam Blavier (-52 kg) taten genau das, wofür sie verpflichtet wurden. Sie punkteten jeweils doppelt und steuerten so vier Punkte bei. Eine starke Vorstellung lieferte zudem Alina Fiedler ab, die bei ihrem Einsatz im zweiten Durchgang die international erfahrene Ungarin Franciska Szabo mit Ippon bezwingen konnte. Das Unentschieden rettete schließlich Lea Püschel. Sie behielt nicht nur in der Gewichtsklasse -78 kg gegen Stefanie Mahnfrahs die Oberhand, sondern holte am Ende auch, hochgesetzt in das Schwergewicht, den entscheidenden Punkt gegen Samira Bouizgarne. „Da haben wir gut gepokert“, wusste Amoussou.

Die Eigengewächse Sina Felske (-57 kg) und Saskia Wüst (-63 kg) gingen in ihren Duellen dagegen leer aus, Julia Rotthoff (-48 kg) trat mangels Trainingsrückstand zu ihren Duellen gegen die starke Mira Ulrich gar nicht erst an. „Das hätte mit der aktuellen Form keinen Sinn gemacht“, so Amoussou. Ein siebter Punkt ging ebenfalls kampflos an die Gastgeberinnen, weil das Schwergewicht auf Seiten des JC 66 im ersten Durchgang unbesetzt blieb, bis dann „Joker“ Lea Püschel stach und das Remis sicherte.

„Mit diesem Ergebnis haben wir uns alle Chancen auf die Nordmeisterschaft gewahrt“, so ein zufriedener Wolfang Amoussou. Weiter geht es schon am kommenden Wochenende (06.05.), wenn der MTV Vorsfelde in der Dieter-Renz-Halle zu Gast ist. Da wäre ein Unentschieden allerdings zu wenig, doch das Auftaktduell beim Nordmeister des vergangenen Jahre macht Mut.

Text: Henning Wiegert

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