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Medaillensatz in Essen

U15-Trio des JC 66 Bottrop holt Gold, Silber und Bronze beim Landeseinzelturnier

Die U15-Nachwuchsjudoka des JC 66 Bottrop waren beim Landeseinzelturnier in Essen am Start. Tim Sturm, Philipp Vrchoticky und Remus Buddenkotte sammelten einmal den kompletten Medaillensatz.

Remus Buddenkotte gewann die Goldmedaille in Essen.

Dass die drei U15-Kämpfer des JC 66 Bottrop nicht ganu bei der Sache, sprich beim Landesturnier in Essen waren, hatte diesmal seinen Grund und wurde von Trainer Sven Helbing durchaus akzeptiert. Der Grund waren die U16-Mädels, die sich im knapp 500 km entfernten Potsdam bei den Deutschen Vereinspokalmeisterschaften bis ins Finale kämpften und dort am Sonntag dem gastgebenden UJKC gegenüberstanden. Übertragen wurde das ganze sogar im Internet und so verfolgten auch Tim Sturm, Philipp Vrchoticky und Remus Buddenkotte die silberne Glanzleistung der Nachwuchspiratinnen. Schließlich kämpften mit Sophie Vrchoticky und Ronja Buddenkotte auch zwei Geschwister der in Essen startenden Judoka in Potsdam. „Es hieß also, sich sowohl auf die eigenen Kämpfe konzentrieren, als auch zwischendurch das Halbfinale und das Finale der Mädels zu bestaunen. Wir wollten einfach unterstützend dabei sein und so ein Erfolg bewegt natürlich den gesamten Verein“, so Trainer Helbing zur kuriosen und spannenden Situation.

Der Konzentration tat die Ablenkung jedenfalls keinen Abbruch. Schließlich erkämpften sich die drei Piraten des JC 66 mit Gold, Silber und Bronze einmal die gesamte Medaillenpallette. Los ging es mit Philipp Vrchoticky (-40 kg). Nach einer durchaus vermeidbaren Auftaktniederlage gegen Asenov aus Köln kämpfte er sich erfolgreich durch die Trostrunde und konnte sich mit drei schönen vorzeitigen Ippon-Siegen gegen Ollmann (Essen), Cardoso (Haldern) und Kaiser (Kronau) den dritten Platz sichern. Noch einen Tick besser machte es Tim Sturm (-34kg). Nach Siegen gegen Manthey aus Gronau und Jakobs aus Leverkusen stand er im Finale erneut dem Westdeutschen Meister Pesterew aus Eschweiler gegenüber. „Gegen ihn hatte Tim eine Woche zuvor noch gewinnen können. Doch allen war klar, dass Pesterew die gleichen Fehler nicht wiederholen wollen würde. Also musste ein neuer Plan her, der leider nicht so ganz aufging. Doch mit etwas mehr Zutrauen und Aktivität ist ein Sieg nächstes Mal auch wieder drin“, so Trainer Sven Helbing, der mit der Silbermedaille zufrieden war. Das I-Tüpfelchen auf das starke Auftreten der JC-Schützlinge setzte letztendlich Remus Buddenkotte (-60 kg), der seine vier Kämpfe teils spektakulär gewinnen konnte. Helbing: „Remus ist nur schwer zu werfen, kämpft etwas unorthodox und ist daher unangenehm für seine Gegner. Das ist eine gute Voraussetzung. Immer, wenn der Gegner denkt ‚Jetzt hab ich ihn‘, dann packt Remus die Konter aus.“ Das erfuhren Sokirko (Wermelskirchen), Bügers (Osterfeld), Klosterkamp (Bevergern) und vor allem Qulata aus Leverkusen, den Remus mit einem hohen Ura-nage auf den Rücken beförderte am eigenen Leib. Das bedeutete schließlich Gold für Buddenkotte und das gesamte Medaillenarsenal für die Nachwuchspiraten des JC 66. So konnten sich am Ende alle sowohl über ihre eigenen Medaillen, als auch über die Silbernachrichten aus Potsdam freuen.

Text: JC 66 Bottrop

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