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Bronze für Wüst und Fiedler

Zwei Medaillen bei den Deutschen Einzel-Meisterschaften

Für Saskia Wüst und Alina Fiedler waren die Deutschen Einzel-Meisterschaften (DEM) in Hamburg ein gutes Pflaster. Die Bundesligakämpferinnen des JC 66 Bottrop landeten auf dem Bronzerang und sicherten sich so ihre erste Medaille bei einer nationalen Meisterschaft im Erwachsenenbereich. Bei den Männern musste sich der Bottroper Hoffnungsträger Hamsat Isaev mit Rang fünf begnügen.

Alina Fiedler (2.v.r.) strahlt auf dem Podest. Foto: DJB

Gleich in ihrem ersten Kampf sorgte Alina Fiedler (-70 kg) für eine Überraschung. Sie bezwang die an Nummer zwei gesetzte Anne Lisewski aus Berlin und legte so den Grundstein für den Medaillengewinn. Auch in ihrem zweiten Kampf gegen Eva Schmidt siegte Fiedler vorzeitig und sicherte sich so ihren Platz im Halbfinale. Ein Fehler kurz vor Schluss besiegelte zwar gegen Jenny Werner die Niederlage, doch im Kampf um Platz drei war Fiedler wieder obenauf. Dank zweier Waza-Ari-Wertungen sicherte sich die 21-Jährige die Bronzemedaille. „Für mich ist es die erste Medaille bei den DEM bei den Frauen, darum freut es mich umso mehr, dass alles so gut geklappt hat“, so Fiedler nach ihrem Überraschungscoup.

Saskia Wüst überzeugte auch in neuer Gewichtsklasse.

Drei Jahre nach ihrem Bronzeerfolg bei den Deutschen Meisterschaften der U21 (2013) trumpfte Saskia Wüst (-63 kg) nun auch bei den Frauen auf. Das 20-Jährige Talent unterstrich damit eindrucksvoll, dass mit ihr auch in der neuen Gewichtsklasse zu rechnen ist. Nach vorzeitigen Siegen über Jennifer Bieber und Natalia Kubin musste sich Wüst erst im Halbfinale der späteren Deutschen Meisterin Vivian Herrmann beugen. Das Duell um Bronze gegen Julia Malcharek entschied Wüst dann aber wieder vorzeitig für sich und erfüllte sich so den Medaillentraum. „Damit habe ich nicht gerechnet und deshalb freut es mich umso mehr, dass ich es geschafft habe“, äußerte sich Wüst, für die es der erste große Erfolg bei den Frauen war.

Agatha Schmidt setzte sich als Fünfte toll in Szene.

Einen starken Auftritt legte auch Youngster Agatha Schmidt (-57 kg) in Hamburg hin. Die 18-Jährige entschied gleich drei Kämpfe für sich und musste sich lediglich der neuen Deutschen Meisterin Theresa Stoll und im Kampf um Bronze gegen Jacqeline Lisson geschlagen geben. Der Lohn war Rang fünf bei ihrer persönlichen Premiere bei der DEM. Ebenfalls den fünften Platz belegte Julia Rotthoff (-48 kg).

Mit nur elf Starterinnen war die Gewichtsklasse -52 kg bei den Frauen verhältnismäßig dünn besetzt, mit Lena Materzok, Hannah Karrasch und Lena Wilkes war der JC 66 allerdings umso stärker vertreten. In den Kampf um die Podestplätze konnte das Trio allerdings nicht eingreifen. Für Lena Materzok war das Turnier nach zwei Niederlagen früh beendet, Lena Wilkes, die in ihrem zweiten Kampf der späteren Siegerin erst in der Verlängerung unterlag, und Hannah Karrasch konnten jeweils einen Kampf für sich entscheiden und landeten auf dem 7. Platz. „Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, auch wenn mehr drin gewesen wäre. Ich habe gemerkt, dass ich durchaus oben mitkämpfen kann und konzentriere mich jetzt voll auf die DEM der U21, um dort die ersehnte Medaille zu holen“, sagt Lena Wilkes.

Hamsat Isaev verpasst die anvisierte Medaille knapp

Bei den Männern schrammte Hoffnungsträger Hamsat Isaev (-73 kg) nur knapp an der Bronzemedaille vorbei. Nachdem er sich in seinem zweiten Kampf gegen Julian Kolein, der später Silber gewann, geschlagen geben musste, kämpfte sich Isaev mit zwei Siegen erfolgreich durch die Trostrunde, doch im Duell um Bronze musste der 20-Jährige schließlich seinem Kontrahenten Martin Setz gratulieren.

Aus dem Bundesligakader der Männer konnte vor allem Tobias Pahnke (+100 kg, Lüner SV) Selbstvertrauen tanken. Er gewann Bronze, nachdem er zuvor nur dem Olympiakandidaten Sven Heinle unterlegen war. Aus dem Frauenteam des DJK Adler 07 Bottrop konnten sich Andrea Berghaus (PSV Recklinghausen) als Fünfte und Nina Sakala (Waltrop) als Siebte in Szene setzen.

Text: Henning Wiegert

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