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Die Kleinen kamen ganz groß raus

ELE-Abschlussturnier des Judo-Projekts für die Cyriakus-Schule

Auf einer großen Bühne in der Dieter-Renz-Halle fand das Abschlussturnier des Judo-Projekts der Cyriakus-Schule statt. Neben Oberbürgermeister Bernd Tischler gab sich auch der WDR die Ehre.

Die Cyriakus-Schüler sammelten ihre erste Turniererfahrung.

„Vor so einem großen und prominenten Publikum hat sicherlich noch keiner der Schülerinnen und Schüler gekämpft. Die Kleinen kamen beim Abschlussevent ganz groß raus“, freute sich der Sportliche Leiter des Städtischen Judo-Förderprojektes über die vielen Zuschauer und die prominenten Gäste am 6. April in der Dieter-Renz-Halle. Schließlich gab sich Oberbürgermeister Bernd Tischler die Ehre und überreichte zusammen mit dem Leiter der Unternehmenskommunikation der Emscher Lippe Energie (ELE), Peter Efing, die Urkunden und Gürtel der 16 Kyu-Prüflinge aus dem Schulprojekt. Die neuen weiß-gelben Gürtel wurden immerhin von der ELE gesponsert und vor den Augen der Mitschüler, Eltern und Lehrer auf großer Bühne überreicht.

„Sogar der WDR berichtete über den tollen Judotag, den alle Beteiligten erleben durften“, war Volker Tapper, der Initiator des Projektes stolz auf so viel Aufmerksamkeit. Tapper, der das Projektbuch „Leo – der kleine Löwe“ verfasste, durfte miterleben, wie große, selbstgemalte Portraits der im Buch agierenden Tiere die Dieter Renz Halle schmückten. „Die Eltern und Lehrer der Schüler hatten sich diese große Mühe eigentlich für den Karnevalszug gemacht. Da dieser dieses Jahr leider vom Sturm weggeblasen wurde, dekorierten die Verantwortlichen unser Abschlussevent damit. Es ist natürlich eine besondere Freude, zu sehen, dass Leo bei den Kids, Eltern und Lehrern so gut ankommt und die Judowerte so intensiv gelebt werden“, so Tapper weiter.

Die Judowerte stehen im Vordergrund der Projektwochen. Mit Respekt, Hilfsbereitschaft, Selbstbeherrschung und Höflichkeit kann das Judo als „sanfter Weg“, wie Judo aus dem Japanischen übersetzt heißt, auch gelingen. Mt Freundschaft, Mut und Wertschätzung hatten alle Teilnehmer Freude am Projekt und mit Bescheidenheit, Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit werden gesellschaftsrelevante Eigenschaften geformt, die über die Judotatami hinaus wirken und den Kindern helfen. 150 Kinder haben dies mit viel Spaß präsentiert und neben dem Oberbürgermeister, den Ehrengästen und LehrerInnen nahmen nochmal rund 300 Eltern auf den Tribünen Platz. Eine große Veranstaltung also.

„Wir wollten dem Projektabschluss den Rahmen geben, den er verdient. Schließlich bereiten sich die Kinder ganze 12 Wochen darauf vor, endlich zeigen zu können, was in ihnen steckt und, was sie alles gelernt haben. An dieser Stelle gilt ein großer Dank den vielen ehrenamtlichen Helfern, ohne die wir das nicht hätten stemmen können. Es war eine durchweg gelungene Veranstaltung, die gerade im Judo ihres Gleichen sucht. Bereits das Projekt ist in Deutschland einmalig, nun haben wir auch mit der Veranstaltung Maßstäbe gesetzt“, war Volker Tapper vom neuen Format komlett überzeugt.

Neben diesen sichtbaren Entwicklungen passiert im Hintergrund des Projektes auch einiges. In Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg/Essen wurden wieder Inhalte evaluiert, Testungen vorgenommen, Fragebögen erstellt und ausgewertet und wissenschaftliche Arbeiten angefertigt. „Wir möchten alles, was im Rahmen des Projekts passiert auf einen soliden, wissenschaftlich evaluierten Grundstein stellen. Dass es allen Teilnehmern Spaß macht und alle zufrieden mit unserer Arbeit sind, das sehen wir täglich, doch benötigen wir auch die wissenschaftlichen Betrachtungen, um uns noch weiter zu entwickeln und das Projekt weiter zu etablieren“, weiß Sven Helbing. Davon wird dann auch die nächste Schule profitieren. Denn mit der Albert-Schweitzer-Schule steht die nächste schon in den Startlöchern und wird bis zu den Sommerferien Judotechniken und vor allem Judowerte lernen. Sicherlich können die SchülerInnen dann auch vor großem Publikum ihr Erlerntes präsentieren und einige hoffentlich wieder neue weiß-gelbe Gürtel in Empfang nehmen.

Gleich 16 Kinder freuten sich über ihren ersten Gürtel. Foto: JC 66

Der Nachwuchs der Cyriakus-Schule hatte die Prüfungen bereits im Vorfeld erfolgreich absolviert. Die Prüflinge hatten sich intensiv auf ihren Auftritt vorbereitet und konnten den Prüfer Jürgen Ehlert, 1. Dan, vollends überzeugen: „Ein starker Prüfungstag. Alle haben mit Bravour bestanden.“ Den neuen Gürtel präsentierten voller Stolz: Abdel Karim Barahou, Mathilda Borowski, Ben Brinkmann, Hannes Buchholz, Greta Grollmann, Ole Hansmeier, Orla Grace Heymann, Samuele Micaccioni, Edo und Ganika Nadrjan, Anastasia Schmidt, Scarlett-Anastasia Scholtyssek, Nikita Schulik, Erva und Berra Üzümcü und Zanfina Spahiu.

Weitere Informationen:

Text: JC 66 Bottrop

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