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Es bleibt bei Bronze

Die Frauen des JC 66 können bei der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft die zahlreichen Ausfälle nicht kompensieren

Die Frauen des JC 66 Bottrop kehrten mit der verdienten Bronzemedaille von der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft in Backnang zurück. Zu mehr reichte es wenig überraschend nicht. Die zahlreichen personellen Ausfälle konnten nicht kompensiert werden und entsprechend war der JSV Speyer im Halbfinale eine Nummer zu groß.

Das Ergebnis liest sich am Ende ernüchternd. Im Halbfinale der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft hatte der JC 66 Bottrop mit 3:11 (30:107) gegen den JSV Speyer das Nachsehen. Trainer Wolfgang Amoussou nahm seine Kämpferinnen aber trotz der deutlichen Niederlage in Schutz: „Mit Blick auf die ungünstigen Umstände, war das eigentlich gar nicht so schlecht. Wir können mit dem Ergebnis leben.“

Der Trainer hatte verletzungsbedingt auf zahlreiche Leistungsträger verzichten müssen und obendrein verhinderten internationale Turnierteilnahmen die Einsätze der Spitzenkämpferinnen aus den Niederlanden und Belgien. Für die Gewichtsklassen +78 Kilogramm und -78 Kilogramm standen keine nominellen Athletinnen zur Verfügung, im Leichtgewicht (-48 kg) blieb Nachwuchskämpferin Ann-Carolin Sudeick als einzige Option. Noch vor dem ersten Duell auf der Tatami war klar gewesen: Im Halbfinale gegen Speyer, das zuvor den Brander TV mit 14:0 überrollt hatte, geht es nur darum, sich möglichst gut zu verkaufen.

Agatha Schmidt (r.) holte zwei Punkte für den JC 66.

Und das gelang auch, wenngleich die Messe früh gelesen war. Einen starken Auftritt legte vor allem Leistungssportlerin Agatha Schmidt (-63 kg) hin, die in beiden Duellen erfolgreich war. Den dritten Punkt verbuchte Lea Püschel im zweiten Durchgang, in dem die Piratinnen insgesamt noch einige weitere Kämpfe offen gestalten konnten. Mehr als die drei Zähler waren am Ende jedoch nicht drin. "Der JSV Speyer ist mit zahlreichen Topkämpferinnen angetreten", wusste Amoussou. Deutscher Meister wurde am Ende aber dennoch die gastgebende TSG Backnang, die das Finale gegen Speyer mit 11:3 gewann.

Die Enttäuschung im Lager der Athletinnen des JC 66 wich schließlich im Rahmen der Siegerehrung der Freude über den erneuten Gewinn der Bronzemedaille. Die hatten sich die Piratinnen mit ihren famosen Auftritten in der Nordstaffel der Judo-Bundesliga und dem Gruppensieg schließlich redlich verdient. Zum zweiten Mal holt damit eine Bottroper Sportmannschaft in einer olympischen Disziplin eine Medaille bei Deutschen Meisterschaften. Im kommenden Jahr winkt dann der Medaillen-Hattrick.

Text: Henning Wiegert

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