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Favoritensieg gegen Vorsfelde

Die Frauen des JC 66 gewinnen in heimischer Halle mit 12:2

Sie wollen Historisches schaffen und endlich eine Medaille in einer olympischen Sportart nach Bottrop holen. Nach dem 12:2-Kantersieg über den MTV Vorsfelde, der im vergangenen Jahr als Vizemeister der 2. Bundesliga aufgestiegen war, sind die Frauen des JC 66 Bottrop weiterhin auf einem hervorragenden Weg.

Die Piratinnen ließen gegen den Aufsteiger des MTV Vorsfeld nichts anbrennen. Foto: JC 66

JC 66 Bottrop – MTV Vorsfelde 12:2 (111:8)
(Frauen, 2. Kampftag)

Gegen den Aufsteiger konnten es sich die Piratinnen sogar leisten, das eigene Budget. Aus dem Pool der ausländischen Spitzenkämpferinnen kam diesmal nur Niederländerin Suzanne Zegers zum Einsatz. Es ging diesmal auch ohne die starken Belgierinnen, die gegen Mönchengladbach beim 7:7 noch den Unterschied ausgemacht hatten.

Ernsthafte Gefahr ging gegen den Gast aus Wolfsburg nur von Vize-Europameisterin Giovanna Scoccimarro aus, die in der Dieter-Renz-Halle ebenso wie ihre Gegnerin Lea Püschel in die Gewichtsklasse -78 Kilogramm hochgesetzt wurde. Im ersten Durchgang konnte sich die Gästekämpferin knapp im Golden-Score behaupten, den 2:5-Rückstand ihrer Auswahl aber nicht verhindern. Lena Wilkes (-52 kg) hatte auf Seiten des JC 66 ebenfalls das Nachsehen. Nora Bannenberg (-57 kg), Saskia Wüst (-63 kg), Suzanne Zegers (-48 kg), Alina Fiedler (-70 kg) und Svenja Radtke (+78 kg) ließen dagegen Nichts anbrennen.

Im zweiten Durchgang zeigte dann Lea Püschel, dass man auch sie getrost zur internationalen Spitze zählen kann. Im letzten Kampf des Tages zeigte sie eine taktische Meisterleistung und setzte sich gegen die Topkämpferin des MTV Vorsfelde mit einer Waza-Ari-Wertung durch. „Wir hatten sie taktisch perfekt eingestellt und sie hat das super umgesetzt“, lobte ihr Trainer Wolfgang Amoussou. Zuvor waren Nora Bannenberg (-57 kg), Leistungssportlerin Agatha Schmidt (-63 kg), Suzanne Zegers (-48 kg), Alina Fiedler (-70 kg) und Svenja Radtke (+78 kg) souverän ihrer Favoritenrolle gerecht geworden, sodass am Ende der klare 12:2-Sieg stand.

„Wir wussten schon im Vorfeld, dass wir der Favorit sind und dieser Rolle sind wir auch gerecht geworden“, sagte Amoussou. In zwei Wochen sind die Piratinnen, die nun drei Punkte auf dem Konto haben (Tabelle), gegen den zweiten Aufsteiger Stella Bevergern dann erneut in der Favoritenrolle, ehe es am 20. Mai zum großen Schlagabtausch mit der SUA Witten kommt. „Das ist der wichtigste Kampf“, weiß Amoussou, denn nur mit einem Sieg kann der Traum von der Nordmeisterschaft und der historischen Medaille auch dann noch weiterleben.

Text: Henning Wiegert

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