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Großes Finale für den JC 66

Die Piratinnen schreiben am Samstag ein Stück Sportgeschichte

Am Samstag (ab 13.30 Uhr) findet in der Dieter-Renz-Halle in Bottrop die Finalrunde der Judo-Bundesliga statt. Zum siebten Mal sind auch die Frauen des JC 66 Bottrop mit von der Partie. Erstmals dürfen sie sich am Ende des Tages über eine Medaille freuen, denn Bronze haben die Piratinnen dank der Nordmeisterschaft bereits sicher. Die Bottroper Sportfans dürfen sich auf Sportevent der Superlative freuen.

Die Piratinnen fiebern dem großen Finale entgegen. Foto: JC 66

Die bisherige Saisonbilanz der Frauen des JC 66 Bottrop liest sich eindrucksvoll. Schon beim 7:7-Remis gegen Mönchengladbach konnte man die bessere Unterbewertung vorweisen, es folgten hohe Siege gegen Vorsfelde (12:2), Stella Bevergern (11:3), Witten (9:5) und den Brander TV (13:1). Der verdiente Lohn war die Nordmeisterschaft und damit die sichere Bronzemedaille bei der Endrunde. Erstmals wandert also eine Meisterschaftsmedaille in einer olympischen Sportart nach Bottrop.

Denn als Nordmeister sind die Piratinnen direkt für das Halbfinale qualifiziert und können sich am Samstag in heimischer Halle zunächst auf die Rolle des Gastgebers konzentrieren. Der erste Gegner wird im Viertelfinale zwischen Mönchengladbach und Wiesbaden ermittelt.

Zu den Chancen im Halbfinale äußern sich Teammanager Guido Materzok und Trainer Wolfgang Amoussou:

Guido Materzok: „Erst am Wettkampftag kann man es richtig einschätzen. Es wird davon abhängen, welche Kämpferinnen die Teams mitbringen. Wie immer gibt es mindestens noch eine internationale Veranstaltung, die parallel läuft. Der Kalender ist voll und es geht kaum anders. Die U21 bereitet sich etwa auf die Weltmeisterschaft vor. Dadurch wird die eine oder andere Kämpferin nicht an den Start gehen können. Aber wir rechnen mit Wiesbaden als potentiellen Gegner im Halbfinale. Dieses Team hat sich in den letzten Jahren gesteigert, ist Tabellenzweiter in der Südstaffel geworden, die noch ein bisschen stärker ist, als unsere Gruppe. Wiesbaden ist nur wegen einer schlechteren Unterbewertung nicht Erster geworden. Wir haben uns aber auch in den letzten Jahren gesteigert und wir sind hochmotiviert: Wir wollen auch diesmal gewinnen.“

Wolfgang Amoussou: „Wir sind Piraten und wir glauben immer an unseren Erfolg. Da wird nicht gezögert und einfach gekämpft. Vor der Schlacht wird zwar überlegt, aber wenn die schwarze Flagge gehisst wird und es losgeht, wird unsere Strategie knallhart durchgezogen.“

In einer ersten Reaktion des Vereins nach dem Gewinn der Nordmeisterschaft hieß, dass der JC 66 damit auch für den European Club Cup qualifiziert sei. Auch dazu nimmt der Verein Stellung:

Guido Materzok: „Da haben wir uns vielleicht zu früh gefreut. Die Europäische Judo Union vergibt jeder Nation vier Startplätze. Der Deutsche Judobund nominiert aber nur die beiden Finalisten: Das haben wir erst nach dem letzten Kampftag erfahren. Also ist die Vergabe der Startplätze für den European Club Cup noch nicht entschieden.“

Wolfgang Amoussou: „Irgendwann in nicht so ferner Zukunft werden wir daran teilnehmen. Vielleicht dieses Jahr oder sonst in den kommenden Jahren. Wir werden besser und wir lassen uns nicht von unserem Kurs aufhalten. Wenn die Bedingung ist, dass wir ins Finale kommen, werden wir diese Bedingung erfüllen müssen. Das zwingt uns nur dazu, unser Niveau noch weiter zu erhöhen und genau das will ich auch für unser Team.“

Das große Bundesligafinale beginnt am Samstag ab 13.30 Uhr mit einer Eröffnungsfeier. Im Anschluss stehen sich in den Viertelfinals die Teams aus Mönchengladbach und Wiesbaden sowie Witten und Speyer gegenüber. Als Südmeister ist die TSG Backnang wie der JC 66 Bottrop bereits für das Halbfinale qualifiziert. Zahlreiche WM-Medaillengewinnerinnen und Olympiastarterinnen werden in Bottrop erwartet. Die Judofans dürfen sich in der Dieter-Renz-Halle also auf ein Sportevent der Superlative freuen und können zugleich live dabei sein, wenn ein Stück Bottroper Sportgeschichte geschrieben wird.

Text: Henning Wiegert / JC 66

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