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Hier werden Weichens fürs Leben gestellt

Bei den U6-Mini-Piraten des JC 66 geht es um mehr als Judo

Der Nikolaus konnte am 7. Dezember trotz sehr vollem Terminplan keinen Bogen um die Minipiraten des JC 66 Bottrop machen. Auch wenn er die Kinder nicht persönlich treffen konnte, brachte er ihnen eine Kleinigkeit mit und zeigte, dass er stolz auf sie und auf ihre Entwicklung ist.

Die Mini-Piraten sind mit Begeisterung bei der Sache. Foto: JC 66

Schließlich geht es beim JC 66 Bottrop nicht nur um Meisterschaften und um internationale Turniere. Ab 4 Jahren können die Kinder schon eine einfache Form von Judo lernen. Im dieser Stunde gibt es viele Übungen, die verschiedene wichtige Bereiche ansprechen wie Motorik, Koordination, Gleichgewicht oder Stabilität. Auch soziale Kompetenzen werden gelernt. Im Training müssen die Kinder miteinander spielen und raufen, sich an Regeln halten, zuhören, auf ihre Partner aufpassen und haben trotzdem Spaß dabei. Vielleicht anders als üblich, dürfen sich die Minipiraten in einem kontrollierten Rahmen austoben, laut sein und ihrer überschüssigen Energie freien Lauf lassen.

Wolfgang Amoussou und Boris Kabardov, beide erfahrene Judokas, trainieren die Minipiraten. Wir haben sie gefragt, was diese Gruppe ausmacht.

Wolfgang Amoussou: „In dieser Gruppe kann man den Kindern eine Menge fürs Leben mitgeben und Judo ist laut UNESCO dafür die beste Sportart. Auch Charakterzüge werden ausgebaut, denn es verlangt z.B. Mut und Durchsetzungsvermögen, sich gegen ein anderes Kind zu behaupten.“

Boris Kabardov: „Zu Beginn ist fast jedes Kind recht schüchtern, egal ob es zu Hause oder im Kindergarten ruhiger oder wilder ist, doch spätestens nach ein paar Wochen ändert sich das und letztendlich schwinden eventuelle Bedenken vor dem Neuen und wechseln zu Neugier und Spaß an der Sache.“

Wolfgang Amoussou: „Beim Judo tun wir uns nicht weh, aber wir kämpfen trotzdem. Ich finde es extrem wichtig, dass Kinder raufen dürfen und hier ist es erlaubt und sogar gewünscht. Es ist gut für das Selbstbewusstsein und wer selbstbewusst durch das Leben geht, erreicht in der Regel mehr. Bei den Minipiraten geht es also nicht nur um die Sportart an sich, sondern auch um die Charaktereigenschaften, die als positiver Nebeneffekt mitgenommen werden.“

Boris Kabardov: „Natürlich haben die Kinder sehr viel Spaß und wir auch! Den Eltern tut es gut, mal entspannt zuschauen zu können, wie sich ihre Sprösslinge auspowern und dabei sogar etwas lernen.“

Und wenn da wie am 7. Dezember auch noch der Niklolaus die Judo-Matte betritt, sind die Kinderaugen der Minipiraten umso größer.

Weitere Informationen zu Verein, den Ligen und dem Training finden Sie jederzeit unter www.jc66.de.

Text: JC 66 Bottrop

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