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Piraten sichern Rang vier

Am letzten Kampftag gelingt ein 9:5-Sieg in Hannover

Besser hätte der letzte Kampftag für die Männer des JC 66 Bottrop um Coach Markus Wallerich und Manager Jan Tefett nicht laufen können. So setzte man sich in der Judo-Bundesliga am Ende klar mit 9:5 gegen das Judoteam Hannover durch. Neben einem erfolgreichen Saisonabschluss steht damit im Abschlusstableau der vierte Platz zu Buche und damit die beste Platzierung für ein Bottroper Herrenteam in Judooberhaus seit 2012.

Kalala Ngoy punktete in seiner alten Heimat für Bottrop.

Anders als beim knapp verlorenen letzten Heimkampf gegen den UJKC Potsdam war es diesmal an dem Bottroper Hamsat Isaev (-81 kg) den ersten Punkt der Partie zu Gunsten der Piraten einzufahren. Dies gelang dem Aushängeschild souverän und wieder eine Gewichtsklasse höher als gewohnt. Vor allem im ersten Durchgang sollte es dann aber äußerst spannend zugehen. Den nächsten Punkt konnten nämlich die Hannoveraner ergattern. Hans David Claren (+100 kg) hatte eine Gewichtsklasse höher als gewohnt keine Chance gegen Fabian Meyer und musste sich vorzeitig geschlagen geben. Im dritten Kampf des Tages zeigte Bas van Empelen (-90 kg) dann wieder eine gute Leistung und konnte den starken Elias Frank im Golden Score besiegen. Artur Vartanjan (-100 kg) musste im Anschluss erwartungsgemäß gegen Domenik Schönefeldt ebenfalls vorzeitig die Segel streichen, sodass es 2:2 stand. Die Hannoveraner hatten den nächsten Kampf fest für sich eingeplant, doch der an diesem Tag wieder erstarkte Kalala Ngoy konnte im Superleichtgewicht Danny-Paul Kiel mit einer überragenden Kontertechnik für einen vollen Punkt auf die Tatami befördern. 3:2 und die Erleichterung war groß im Bottroper Lager, sollten in den letzten beiden Duellen in Runde 1 noch zwei mögliche Punkte warten. Allerdings konnte Christian Dill (-73 kg) nicht ganz an seine bisher gezeigten Auftritte in dieser Saison anknüpfen. So gab er durch eine Unachtsamkeit eine Wertung gegen Christoph Siegel nach der Hälfte der Kampfzeit ab, die er nicht mehr aufholen konnte. Danach zeigte der holländische Spitzenkämpfer Tornike Tsjkadoea dann, warum es sich auch manchmal lohnt, die ganze Saison auf einen Einsatz von ihm zu warten. Stark in die Olympiaqualifikation für die Niederlande involviert, konnte Tornike (-66 kg) lediglich an diesem Tag den Piraten Hilfestellung leisten. Und wie er das tat: Zweimal warf er seinen Gegner Jörg Onufriev für Wazaari bärenstark auf die Matte.

„Mit dem 4:3 zur Pause und den begrenzten Wechselmöglichkeiten der Hannoveraner wussten wir, dass wir ein Unentschieden und damit unser Ziel, den vierten Tabellenplatz, zu 99 Prozent sicher hätten“, erläuterte Teammanager Tefett die Überlegungen in der Pause. Da die Saison aber vom gesamten Team mit einem Sieg abgeschlossen werden sollte, motivierte man sich noch einmal gemeinsam für die zweite Runde des Duells und das mit großem Erfolg. Lediglich Egzon Lekaj (-100 kg) und Pavel Ivanov (-73 kg), der damit ein weiterer Bundesligadebütant in dieser Saison aus Bottroper Reihen war, konnten sich gegen starke Kontrahenten nicht durchsetzen. Isaev, van Empelen, Wendt, Ngoy und Tsjkadoea ließen ihren Gegnern wiederum keine Chance und gewannen allesamt ihre Duelle mit Ippon. Der verdiente 9:5-Endstand zu Gunsten der Bottroper war hergestellt und der Jubel im Lager der Piraten kannte keine Grenzen.

„Dieser tolle Abschluss der Saison macht die unnötige Niederlage gegen Potsdam fast wieder vergessen und stimmt uns positiv für das kommende Jahr“, gab Trainer Wallerich seine persönliche Einschätzung direkt nach dem Sieg und der Sicherung eines Tabellenplatzes in der oberen Hälfte ab.

Text: JC 66 Bottrop

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