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Sechs Bottroper nach Braunschweig

Auch Adler-Judoka mit drei Kämpfern bei der Deutschen Pokalmeisterschaft

Am Samstag starten in Braunschweig die Deutschen Pokalmeisterschaften 2012. Für die Bottroper Judoka ist dieses Turnier die letzte Chance noch auf den Zug zu den Deutschen Meisterschaften aufzuspringen. Insgesamt sechs Bottroper Athleten sind in Braunschweig am Start. Allerdings qualifizieren sich nur die Medaillengewinner der einzelnen Gewichtsklasse für die Deutsche Meisterschaften, die im Januar in Riese über die Bühne gehen.

Neben Saskia Wüst, Hannah Karrasch (beide -57kg) und Jan Tefett (-81kg) aus den Reihen des JC 66 (Drei JC-Kämpfer zur Pokalmeisterschaft) lösten bei der Westdeutschen Meisterschaft am vergangenen Wochenende in Bochum auch drei Kämpfer der Judoka des DJK Adler 07 ein Ticket für die Pokalmeisterschaften: Dabei sorgte Maureen Siegmann (-48 kg) für eine Überraschung. Sie sicherte sich den Titel in ihrer Gewichtsklasse. Zudem qualifizierten sich Nina Skala (+78 kg) und Frederic Griesdorn (-66 kg).

Drei Medaillie bei den Westdeutschen für die Adler-Judoka

Für das Glanzlicht bei den Westdeutschen Meisterchaften aus Adler-Sicht sorgte Maureen Siegmann (-48 kg). Als Zweitplatzierte der Bezirksmeisterschaften zählte sie nicht zu den Topfavoriten auf den Sieg, doch nach zwei vorzeitigen Erfolgen stand sie im Finale. „Unglaublich. Damit hätte ich so nicht unbedingt gerechnet“, jubelte Trainer Uli Griesdorn. Der Endkampf entwickelte sich zu einer heißumkämpften Schlacht, doch zehn Sekunden vor dem Ende der Begegnung riss der Unparteiische nach einem Konter Siegmanns plötzlich den Arm zum Ippon nach oben. Damit landete Siegmann ganz oben auf dem Treppchen. In derselben Gewichtsklasse musste sich Jana Neumann zweimal vorzeitig geschlagen geben und schied damit früh aus. „Ich habe einfach viel zu halbherzig gekämpft“, bekannte die Athletin nach dem Abschluss der Kämpfe.

Stark dann der Auftritt von Schwergewichtlerin Nina Skala. Die Bundesligaathletin gewann zweimal vorzeitig mit Haltegriff, bevor sie sich in ihrer dritten Begegnung unnötigerweise geschlagen geben musste und somit Bronze holte. Griesdorn: „Sie war im Kniestand und ist einfach nach hinten gekippt.“

Frederik Griesdorn (-66 kg) betrat bei den Männern mit dem festen Willen die Matte, sich den Titel des westdeutschen Meisters zu sichern. Nach seinem Auftaktsieg gegen Jan Zernke musste er seine Titelträume jedoch frühzeitig begraben, da er dem Drittplatzierten des Bezirkes Düsseldorf, Sander Dijkstra, unterlag. „Da war ich völlig von der Rolle. Bisher habe ich gegen Dijkstra immer gewonnen“, so der Bottroper hinterher. Dass er in Nordrhein-Westfalen dennoch zur absoluten Spitze gehört, bewies der junge Sportstudent anschließend mit seinen drei folgenden souveränen Siegen, die ihm letztlich Bronze und die Teilnahme an der deutschen Pokalmeisterschaft bescherten.

Bis 90 Kilo wollte Jan Hangebrauck es seinem Vereinskameraden nachtun und zumindest Bronze gewinnen. Dem Auftakterfolg folgte jedoch eine unnötige Niederlage gegen Martin Garic, so dass er nach dieser schwachen Leistung vorzeitig aus dem Wettbewerb ausschied.

Text: Jan Hangebrauck (Adler 07), Henning Wiegert

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