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Medaillenflut beim Westfalenturnier

Die U15-Kämpfer des JC 66 Bottrop überzeugen in Witten

Einen Tag nachdem die U18-Judoka des JC 66 Bottrop in Witten für Furore gesorgt hatten, legten auch die U15-Talente beim Westfalenturnier nach. Sie holten drei Mal Gold, zwei Mal Silber und einmal Bronze nach Bottrop.

Die U15-Kämpfer sammelten Medaillen in Witten. Foto: JC 66

Mit dem Westfalenturnier verfolgten die U15-Judoka des JC 66 gleich mehrere Ziele. Für die einen ging es darum, eine Woche vor dem Bundessichtungsturnier in Backnang die Waffen nochmal zu schleifen, für die anderen bedeutete diese Maßnahme eine gute Gelegenheit, sich mit den Gegnern der Hälfte Nord in Nordrhein-Westfalen zu messen und nach der Westdeutschen Meisterschaft die eine oder andere „offene Rechnung“ zu begleichen.

Bei den Jungen starteten in der Gewichtsklasse bis 43 Kilogramm Maurits Müller und Florian Böcker. Maurits Müller verlor seinen Auftaktkampf gegen den späteren Sieger, kämpfte sich danach aber erfolgreich in der Trostrunde durch. Im Kampf um Platz drei unterlag er seinem Gegner und musste sich so mit dem fünften Platz zufriedengeben. Florian Böcker hatte bis ins Finale einen Durchlauf. Selbst im Finale machte er immer das Richtige und reagierte gut. Doch er fühlte sich irgendwann nicht mehr in Gefahr und wurde kurz unaufmerksam: die Quittung gab es sofort. Sein Gegner nutzte eiskalt seine einzige Chance und Florian blieb auf der Strecke und musste sich mit Silber begnügen. Trainer Wolfgang Amoussou: „Florian musste im Finale Lehrgeld zahlen. Obwohl er stärker war als sein Gegner und obwohl er bis dahin alles richtig gemacht hatte, stufte er kurz das Risiko als niedrig ein. Für diesen Fehler wurde er sofort bestraft. Das ist hart, aber so lernt er am besten, dass er gegen Jeden und zu jeder Zeit auf Alarmstufe rot eingestellt sein muss.“

Ragnar Buddenkotte startete in der Klasse bis 46 Kilogramm. Sein Zwillingsbruder Remus musste krankheitsbedingt passen. Auch Ragnar musste sofort gegen den späteren Turniersieger antreten, lieferte aber einen guten Kampf ab. In der Trostrunde gewann er einen Kampf, danach aber verlor er und blieb auf Platz sieben hängen.

Niklas Gillenkirch (-34 kg) wurde im Pool Zweiter hinter dem amtierenden Westdeutschen Meister Falk Hobein. Im Finale traf er dann erneut auf Falk Hobein. Mitten im Kampf knickte Niklas um und verletzte sich am Sprunggelenk. Er wurde sofort ins Krankenhaus gefahren, geröntgt und bekam einen Gips, aber eine richtige Diagnose sollte es erst am nächsten Tag, nach weiteren Untersuchungen geben. Niklas kam noch rechtzeitig in die Wettkampfhalle zurück, um seine Silbermedaille abzuholen.

Philipp Vrchoticky (-37 kg) konnte vor ein paar Wochen krankheitsbedingt nicht an der Bezirks- und später an der Westdeutschen Meisterschaft teilnehmen. Insofern war es für ihn wichtig, in Witten ein gutes Bild zu präsentieren. Er wurde Zweiter in seinem Pool. Im Halbfinale wurde er vom Dritten der Westdeutschen Meisterschaft gestoppt, allerdings nach einem harten Gefecht. Somit bekam Philipp die Bronzemedaille.

Medaillenrausch auch bei den Mädchen

Bei den Mädchen starteten Elif Ürker (-52 kg), Sophie Vrchoticky (-44 kg), Lilly Büssemeyer (-52 kg) und Ronja Buddenkotte (-63 kg). Elif Ürker (-52 Kg) besiegte im Pool die Westdeutsche Vizemeisterin, aber sie verlor ebenfalls einen Kampf. Da in diesem Pool alle Kämpferinnen gleich viel Siege und Niederlagen hatten, zählte die Unterbewertung. Da war Elif im Nachteil, so dass sie nicht aus ihrem Pool kam. Lilly Büssemeyer (-52 kg) gewann deutlich ihre Kämpfe bis ins Finale. Da traf sie auf ihre Finalgegnerin der Westdeutschen Meisterschaft. Diesmal gingen die beiden relativ klar auseinander: Lilly war stärker und holte verdient Gold. Trainerin Hannah Karrasch sagte dazu: „Lilly wirft immer mehr: Sie arbeitet viel an ihrem Technik-Repertoire und das wird sichtbar.“ Sophie Vrchoticky gab eine klare Vorstellung. Im ersten Kampf bekam sie taktische Schwierigkeiten, aber danach blieb sie nie mehr als ein paar Sekunden auf der Judomatte und gewann Gold. Ronja Buddenkotte beendete den Wettkampftag mit ein paar Siegen, in denen sie zeigen konnte, welchem Weg sie in letzter Zeit zurückgelegt hat. Vor genau einem Jahr wurde sie von einer Rechts- zu einer Linkskämpferin umgestellt. Nach einem zweiten Platz auf der Westdeutschen Meisterschaft, holte sie beim Westfalenturnier eine verdiente Goldmedaille.

Text: JC 66 Bottrop

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