bottrop.sport

Spektakulärer Punktgewinn im Derby

Beim 7:7 gegen Witten unterstreichen die Männer des JC 66 ihre Bundesligareife

Während die Frauen beim 10:4-Erfolg geradezu über den MTV Vorsfelde hinwegfegten, brachten die Männer die Dieter-Renz-Halle im NRW-Derby gegen Witten zum Sieden. Am Ende stand nach einem hochdramatischen und spannenden Kampftag ein verdientes 7:7-Unentschieden, das wie ein Sieg gefeiert wurde.

Yassin Grothaus punktete genau im richtigen Moment.

JC 66 Bottrop – SUA Witten 7:7 (67:70)
(Männer, 1. Bundesliga Nord)

Wenngleich JC-Trainer Sven Helbing am Ende des Kampftages von gleich sieben Bigpoints sprach, Mann des Tages in der gut gefüllten Dieter-Renz-Halle war im Derby gegen Witten Yassin Grothaus (-81 kg). Geschuldet war dies nicht nur der Tatsache, dass er gleich zweimal das Wittener Urgestein Stefan Oldenburg bezwang, sondern auch zum dramaturgisch perfekten Zeitpunkt die Halle zum Kochen brachte. Im letzten Duell des ersten Durchganges brachte Grothaus den JC 66 mit 4:3 in Führung und im finalen Kampf der zweiten Runde machte er dann nach 1:50 Minute mit einem Ippon den umjubelten Ausgleich zum 7:7-Endstand perfekt.

Zuvor hatte der Italiener Giuliano Loporchio (-100 kg) gegen seinen Landsmann Simeon Catharina zweimal zugestochen und seinen Farben somit die wichtigen „Ausländer-Punkte“ gesichert, zudem präsentierte sich auch Eigengewächs Hamsat Isaev (-73 kg) in bestechender Form. Angefeuert vom Heimpublikum siegte er gegen Thomas Graczyk und Maurice Püchel jeweils vorzeitig. Den siebten Punkt verbuchte der Niederländer Tornike Tsjakadoea (-60 kg).

„Ein Punkt gegen Witten ist für uns immer etwas Besonderes. Schließlich haben wir in der Bundesliga-Historie erst ein einziges Mal gegen sie gewonnen. Ich bin daher total zufrieden. Das war ein mega spannender Kampftag und beste Werbung für den Judosport“, geriet Trainer Sven Helbing nach dem Punktgewinn ins Schwärmen. Gemeinsam ging es für die Piraten am Abend noch auf das Bottroper Stadtfest, um in geschlossener Mannschaftsstärke den „gefühlten Sieg“ angemessen zu feiern.

Piraten haben Bundesligareife erreicht

Das Remis bedeutet für den JC 66 einen wertvollen Bonuspunkt, der den Piraten nach vier Kampftagen mit einem Sieg, zwei Unentschieden und der Niederlage gegen den Meister aus Hamburg den anvisierten Mittelfeldplatz beschert (Tabelle). Genau zum richtigen Zeitpunkt – nämlich nach der Bundesligareform – haben die Bottroper Judoka ihre Bundesligareife erreicht und sind auf dem besten Weg, sich in der Liga zu etablieren.

„Wir befinden uns nun in einer luxuriösen Situation und die Ergebnisse der ersten Kampftage geben uns das nötige Selbstvertrauen, auch in solchen Bonusduellen wie gegen Witten zu punkten“, freut sich Trainer Sven Helbing. Und für den Tabellensechsten geht womöglich noch mehr. Zwar stehen mit den Duellen in Holle (16. Juni) und Potsdam (15. September) noch zwei harte Bewährungsproben vor der Tür, doch in den Heimkämpfen gegen die noch punktlosen Teams aus Leverkusen (30. Juni) und Bonn (22. September) stehen die Chancen gut, das eigene Punktekonto noch weiter aufzustocken.

Text: Henning Wiegert

Kommentare (0)

Bitte rechnen Sie 4 plus 1.