bottrop.sport

Start-Frust in Derby-Lust umwandeln

Nach drei Niederlagen wollen die Piraten die Wende

In unruhigen Gewässern segeln die Piraten des JC 66 Bottrop derzeit. Drei Niederlagen zum Saisonauftakt - so haben sich die Verantwortlichen den Start in die Bundesliga-Saison nicht vorgestellt. Das Derby bei der SU Annen kommt zur richtigen Zeit. Der Start-Frust soll in positive Energie und Derby-Lust umgewandelt werden.

Trainer Sven Helbing muss erneut auf einige Kämpfer verzichten. Foto: C. Dziwok

SUA Witten - JC 66 Bottrop
(1. Bundesliga Nord, 4. Kampftag)

Bislang läuft es noch überhaupt nicht rund bei den Piraten aus Bottrop. Nach einer auch in der Höhe (3:11) eingeplanten Niederlage beim amtierenden Deutschen Meister und Favoriten für 2017, dem Hamburger Judo-Team, setzte es zwei in der Art nicht gedachte Schlappen gegen Potsdam und in Holle. Am Samstag (18 Uhr) steht am Wittener Kälberweg das Derby gegen die Sport Union Annen an.

Team-Manager Volker Tapper ist daher auch unzufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Saison. „Gegen Potsdam fehlte unser Punktegarant Michael Korell, dazu kamen ein paar individuelle Fehler zu viel und dann geht man halt mit 4:10 gegen Potsdam unter. In Holle haben wir uns selbst geschlagen.“ Denn auch dort standen den Verantwortlichen um Trainer Sven Helbing und den beiden Team-Managern Roland Assmann und Volker Tapper gleich mehrere wichtige Athleten nicht zur Verfügung. Der internationale Wettkampfkalender nimmt keine Rücksicht auf die Deutsche Bundesliga, Verletzungen sorgten für weitere Ausfälle. Zu allem Überfluss erschienen dann noch drei Athleten um eine Minute verspätet zur Waage. Eine Panne auf der Autobahn wurde ihnen zum Verhängnis. „Das Bundesligastatut sieht hier keinerlei Toleranzen vor. Das Kampfgericht konnte nur konsequent handeln. Eine Minute ist eine Minute – fertig. Auch, wenn selbst die Holler freundlicherweise die Kampfrichter baten, unsere Athleten dennoch zu wiegen“, kommentiert Assmann die ärgerliche Situation.

Es verblieben schließlich nur noch neun Athleten, die Trainer Sven Helbing einsetzen konnte. „Wir mussten zwei Duelle bereits kampflos abgeben. Einige Athleten mussten wir anders einsetzen als geplant und auch die Wechselregelungen wurden uns mit dem dezimierten Kader zum Verhängnis. Hut ab vor den Leistungen der verbliebenen Kämpfer, denen schon nach der Waage klar sein musste, dass mit diesem Team heute eher nichts zu holen sein würde“, so der Bottroper Coach. Am Ende verloren die Piraten auch in Holle mit 4:10. Tapper: „In dieser bärenstarken Liga kann man durchaus drei Duelle zum Start verlieren. Dass wir aber alle Begegnungen zweistellig abgeben mussten, schmeckt mir überhaupt nicht. Da verlange ich schon deutlich mehr Gegenwehr.“

Beide Teams vom internationalen Turnier betroffen

Mit genau dieser Zielsetzung treten die Piraten nun am kommenden Samstag die kurze Reise zur Auswärtsbegegnung nach Witten an. Auch an diesem Kampftag findet in Celje (Slowenien) ein wichtiges internationales Turnier statt. Davon sind beide Teams allerdings gleichermaßen betroffen. Helbing: „Wir haben definitiv eine Truppe zusammen, die in Witten mithalten kann. Wir werden versuchen, unseren Frust der ersten Kampftage in positive Energie umzuwandeln. Meine Jungs wollen unbedingt zeigen, dass mehr im Team steckt, als bislang bewiesen.“

Text: JC 66 Bottrop

Kommentare (0)

Was ist die Summe aus 7 und 6?