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Vergleichskampf macht Lust auf mehr

Gut vier Wochen vor dem Saisonstart sind die Piraten auf einem guten Weg

Gute Stimmung und gute Laune machte sich am Wochenende beim JC 66 Bottrop breit. Zwar ging der internationale Testkampf gegen Judo-Sport Nijmegen mit 10:8 verloren, doch die Verantwortlichen sehen ihre Mannschaften dennoch auf einem guten Weg. Für den Zuschauer machte die Veranstaltung in jedem Fall Lust auf mehr. Noch müssen sich die Judofans aber bis zum 10.Mai gedulden, denn erst dann beginnt mit einem Doppelkampftag die neue Bundesligasaison.

Hier bahnt sich Talent Jos Prigge den Weg durch die Bundesligakämpfer. Der Nachwuchs kam voll auf seine Kosten. Foto: C. Dziwok

Nach einem lockeren Warm-Up mit den Youngstern aus dem Vereine, standen insgesamt 18 Vergleichskämpfe auf dem Programm. Für die Bottroper punkteten dabei Kalala Ngoy (-66 kg), Saskia Wüst (-57 kg), Dominik Gosens (-73 kg), Daniel Möller (-81 kg), Stefan Urselmann (-90 kg), Hamsat Isaev (-73 kg), Yassin Grothaus (-90 kg) und Tobias Pahnke (+100 kg). Da der Niederländer Danny Meeuwsen (-100 kg) seine beiden Kämpfen für seinen Heimatverein aus Nijmwegen bestritt und auch gewann, konnte JC-Trainer Sven Helbing mit dem Ergebnis leben: „Wenn man Dannys Siege noch zu unseren Punkten addiert, sieht es doch gleich viel besser aus.“ Generell war das Ergebnis aber eher von einer nachrangigen Bedeutung. „Wir haben gesehen, dass wir auf einem guten Weg sind, aber auch noch einiges zu tun ist. Wichtig ist, dass der Kader mal zusammengekommen ist und wir auch einige Formalien klären konnten“, betont Helbing, der daher ein positives Fazit zog: „Es war insgesamt eine gelungene Geschichte.“

Damen: Das Ziel ist auch diesmal die Endrunde

Sina Felske und die Piratinnen wollen wieder in die Endrunde. Foto: C. Dziwok

Der Modus ist neu, das Ziel ist das alte. Auch 2014 wollen die Piratinnen wieder die Endrunde erreichen, um möglicherweise endlich die ersehnte Medaille zu gewinnen. „Mit dem Erreichen der Endrunde wären wir aber schon zufrieden, denn durch den neuen Modus wird alles nicht einfacher“, betont Teammanager Volker Materzok.

Denn erstmals wird es in diesem Jahr auch bei den Frauen pro Kampftag nur gegen einen Konkurrenten gehen, wobei dann jeweils zwei Durchgänge gekämpft werden. Das führt zu einer deutlich gesteigerten Anzahl an Kämpfen und diesen Weg mitzugehen, dazu waren in der Nordstaffel nicht alle Vereine bereit. So fanden sich überhaupt nur fünf statt den ursprünglich angedachten sechs Teams für die Liga. „Wir sind vor allem gespannt, wie die Konkurrenz mit der neuen Situation umgeht. Wir setzen auf einen soliden finanziellen Rahmen, der aber keine Riesensprünge erlaubt. Deshalb werden auch wir vermehrt auf unsere Nachwuchs setzen“, erklärt Materzok. Die Abgänge von Kim Polling (-70kg/JC Speyer) und Karolina Pienkowska (-52kg/1. JC Mönchengladbach) wiegen derweil nicht so schwer, da beide schon in der vergangenen Saison nicht zum Einsatz kamen und mit Maike Riehl (-48 kg), Eva Jungbluth (-48 kg) und Lara Friedrich (-63 kg) drei Neuzugänge verpflichtet werden konnten. Zudem tauchen die Nachwuchskämpferinnen Anna Schmidt (-48 kg), Zehra Ürker (-52 kg) und Chantal König (-63 kg) erstmals auf der Kaderliste auf. Auch hier stimmt also die Perspektive. Sorgenfalten bereiten den Verantwortlichen derzeit nur das Verletzungspech. Denn mit Hannah Karrasch, Julia Rotthoff und Carolin Rößner laborieren derzeit noch gleich drei Leistungsträgerinnen mit Verletzungen.

Bis zum Saisonstart am 10. Mai, wenn es gleich zum Westschlager gegen den Topfavoriten des 1. JC Mönchengladbach geht, hat also nicht nur Trainer Christoph Paris Arbeit vor sich, sondern auch die Ärzte, um den Kader rechtzeitig fit zu kriegen.

Text: Henning Wiegert

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