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Vier Medaillen beim Jahreshöhepunkt

Gold und dreimal Bronze für den Piratennachwuchs

Die Kämpfer kamen aus Russland, der Ukraine, den USA, Kanada, aus Israel, Belgien, Holland und Deutschland. Eines der traditionell am besten besetzten Judo-Nachwuchsturniere fand am vergangenen Wochenende im niederländischen Venray statt. Die Verantwortlichen des JC 66 nominierten zehn Judoka aus der Bottroper Leistungsgruppe für diesen Jahreshöhepunkt und die sammelten vier Medaillen auf internationaler Wettkampfbühne.

Der erfolgreiche Judo-Nachwuchs. Foto: JC 66

Hannah und Pia Urban, Felicia Taube, Felicia Schumacher, Isabella Kaiser, Damla Celik, Jakob Riczitzki, Benjamin Quys, Justus Hirschfelder und Richard Desch vertraten den JC 66 Bottrop in den Niederlanden und konnten gute Ergebnisse erzielen. „Dass wir aus Venray mit vier Medaillen zurückkommen, ist nicht unbedingt erwartbar, auch wenn wir unseren Kämpfern dies zugetraut haben. Einige Sportler haben unsere Erwartungen voll erfüllt, anderen wurde aufgezeigt, dass die Spitze noch ein Stück weit entfernt ist“, resümierte Trainer Sven Helbing.

Zufrieden konnten die Trainer mit den Schwestern Hannah und Pia Urban sein, die beide bei nur einer Niederlage die Bronzemedaillen erkämpften. Felicia Schumacher rutschte hauchdünn nach einer Niederlage per Kampfrichterentscheid im kleinen Finale an der Medaille vorbei und belegte Rang fünf. Richard Desch hatte in seiner Alters- und Gewichtsklasse keine Gegner und trat deshalb freiwillig eine Altersklasse höher gegen ältere Kämpfer an. Nach Niederlagen gegen zwei russische Kämpfer blieb ihm ebenfalls die Bronzemedaille. Überzeugen konnte Damla Celik (-48 kg). „Sie hat aus den Fehlern des ersten Kampfes gelernt, diese abgestellt und sich perfekt auf die Gegnerin eingestellt. So zeigte sie in zwei weiteren Kämpfen, dass sie Fortschritte gemacht hat und kann sich zu Recht über die riesige Goldmedaille freuen“, so U15-Trainerin Hannah Karrasch, die neben Sven König und Sven Helbing die dritte Trainerin vor Ort war. Sven König ergänzte: „Vier Medaillen bei zehn Startern ist bei diesem Turnier eine schöne Ausbeute, auch wenn wir uns trotzdem über einige inhaltliche Sachen ärgern müssen. Wir müssen noch konsequenter im Training arbeiten und ganz bewusst die vorgegebenen Inhalte umsetzen. Wenn wir das nicht schaffen, werden wir stagnieren und nicht mehr vorwärtskommen“, warnt König trotz der Freude über die Medaillen.

Die Trainer haben in der Auswertung bereits einige Maßnahmen und Konsequenzen erarbeitet und wollen diese sofort im Trainingsbetrieb umsetzen. Ziel sei es schließlich für die Leistungsgruppe einmal ganz oben mitzukämpfen. „Dazu müssen wir in Venray auch mit den Sportlern aus Russland, den USA und der Ukraine mithalten. Wir haben gesehen, wie viel Arbeit noch auf uns wartet“, so Helbing zur Auswertung der Ergebnisse.

Judo-Leckerbissen am Samstag

Am kommenden Wochenende haben die kleinen Kämpfer erst einmal kampffrei. Sie werden jedoch die Möglichkeit nutzen, sich bei den Großen in der Bundesliga etwas abzuschauen. Schließlich wartet am Samstag ab 16 Uhr in der Dieter Renz Halle ein weiterer Judo-Leckerbissen auf alle Insider und Fans. Die Frauen und die Männer des Bottroper Piratenteams starten zum Doppelkampftag und begrüßen den MTV Vorsfelde (Frauen) und die SUA aus Witten (Männer).

Im Vorfeld können die Nachwuchskämpfer an einer Trainingseinheit auf der Bundesligatatami teilnehmen, die von Sina Felske geleitet wird, die im vergangenen Jahr selbst noch die Bronzemedaille mit den JC-Piratinnen holte. Da wird es viel zu lernen geben für den Nachwuchs. Vielleicht hilft es dem ein oder anderen, sich weiter nach vorn zu entwickeln, die guten Wettkampfergebnisse zu bestätigen oder sich demnächst auch international in den Medaillenbereich zu kämpfen.

Text: JC 66 Bottrop

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