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Ein Sportfest der Extraklasse

Hochspringer Mateusz Przybylko sorgt diesmal für den Glanz bei der NRW-Gala

Zum vierten Mal hieß es „NRW-Meisterschaft trifft Leichtathletik-Meeting“ und auch 2017 wurde dieser Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Die Sportfans im Jahnstadion kamen bei der NRW-Gala in den Genuss des vollen Programms der Leichtathletik. Für den sportlichen Höhepunkt sorgte Hochspringer Mateusz Przybylko, der nur knapp unter der Weltjahresbestleistung blieb.

Pünktlich um 11 Uhr öffnete Petrus seine Schleusen und begrüßte Zuschauer wie Sportlerinnen und Sportler im Jahnstadion auf seine ganz eigene Weise. Entsprechend blickte man zunächst in einige betrübte Mienen bei den Verantwortlichen, denn nicht nur den einen oder anderen Zuschauer dürfte der Gruß von Oben abgeschreckt haben, auch die Sportler sahen sich bedingt durch die Feuchtigkeit und teilweise irreguläre Windverhältnisse besonderen Herausforderungen gegenüber. Doch im Laufe des Tages füllte sich das Jahnstadion und so entwickelte sich einmal mehr ein Sportfest der Extraklasse. Den Zuschauern wurde erneut das volle Programm der Leichtathletik geboten.

Dirk Lewald (mitte) zog ein zufriedenes Fazit.

Mit einem „herzlichen Glückauf“ hatte Oberbürgermeister Bernd Tischler Gäste und Athleten am Vormittag im Jahnstadion begrüßt, am Ende des Tages zog Dirk Lewald, der mit dem LC Adler Bottrop für dich Organisation verantwortlich gezeichnet hatte, ein zufriedenes Fazit. „Die Temperaturen waren optimal, der Regen natürlich nicht, aber dafür können wir ja nichts. Viel besser hätte es kaum laufen können. Bottrop ist immer wieder für eine Überraschung gut“, sagte Lewald gegenüber der WAZ.

Mateusz Przybylko sorgt für den sportlichen Höhepunkt

Hatte im vergangenen Jahr noch Kim Collins mit seiner Fabelzeit über die 100 Meter die Schlagzeilen diktiert, sorgte diesmal ein Hochspringer für Begeisterung im weiten Rund des Jahnstadions. Von den Zuschauern getragen übersprang Mateusz Przybylko im zweiten Anlauf die Höhe von 2,35 Meter. Damit verbesserte der 25-Jährige nicht nur seine persönliche Bestzeit um fünf Zentimeter und den neun Jahr alten Stadionrekord um zehn Zentimeter, sondern blieb auch nur drei Zentimeter unter der Weltjahresbestleistung. 2001 hatte Weltmeister Martin Buß als letzter Deutscher diese Höhe gemeistert. „Ich hatte ein gutes Gefühl und dann hat es auch super geklappt“, freute sich der gebürtige Bielefelder, der nun mit viel Rückenwind die Deutschen Meisterschaften in Erfurt und die WM in London angehen kann. „Es unglaublich sympathischer Junge. Er hat sich bei allen Kampfrichtern persönlich bedankt“, war auch Dirk Lewald begeistert.

Ryan Schields folgt auf Kim Collins

Kim Collins (m.) musste sich diesmal mit Platz zwei begnügen.

Das Duell der schnellen Männer über die 100 Meter ging diesmal an Ryan Schields aus Jameika, der bei kräftigem Gegenwind im Finale in 10,51 Sekunden vor dem angeschlagenen Kim Collins (10,56 sec) und Subisiso Matsinjwa (10,60 sec) ins Ziel sprintete. Die zweifache Deutsche Meisterin Tatjana Pinto dominierte die Sprints bei den Frauen über die 100 und 200 Meter. Lars Hamann (Dresdner SC 1898) steigerte den Speerwurf-Stadionrekord auf 82,29 Meter.

Robert Decke sorgt für Bottroper Erfolgsgeschichte

Für eine Bottroper Erfolgsgeschichte sorgte derweil Robert Decke über die 110 Meter Hürden. Der 24-Jährige, der beim LC Adler Bottrop das ABC der Leichtathletik erlernte und mittlerweile für den TV Gladbeck startete, verbesserte schon im Vorlauf trotz strömendem Regen seine persönliche Bestzeit auf 14,78 Sekunden und musste im Finale nur dem Brasilianer Joao Vitor de Oliveira und dem Niederländer Stefan Nieuwland den Vortritt lassen. Der Lohn: Ein Platz auf dem Podium. „So ein Auftritt vor heimischem Publikum in der Heimatstadt, setzt einfach Kräfte frei. Ich bin super zufrieden und glücklich, dass ich diesmal starten konnte, nachdem ich zuletzt zweimal passen musste. Nächstes Jahr komme ich wieder“, äußerte sich Decke.  

Wiederkommen dürften im kommenden Jahr dann auch die Topathleten, denn das Jahnstadion erwies sich trotz schwieriger Bedingungen auch diesmal wieder als ein gutes Pflaster für die Spitzensportler aus Nordrhein-Westfalen, Deutschland und der ganzen Welt.

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Text: Henning Wiegert

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