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Ein Tag der Extreme

599 Sportler erklimmen die Stufen hinauf zum Tetraeder

Starkregen, Blitz und Donner – zwischenzeitlich stand die vierte Auflage des Tetraeder Treppenlaufs kurz vor dem Abbruch, doch am Ende konnten die Organisatoren dennoch ein positives Fazit ziehen, wenngleich die Teilnehmerzahl bei insgesamt 599 Meldungen unter dem Niveau des Vorjahres lag.

Bereits zum vierten Mal ging es die Stufen hinauf zum Plateau am Tetraeder. Foto: privat

„Das Wetter war eine absolute Katastrophe, aber es war trotzdem wieder eine tolle Veranstaltung, die von den Sportlern super angenommen wurde“, äußerte sich Dirk Lewald vom LC Adler Bottrop nach dem spektakulären Laufevent rund um das Tetraeder.

Dabei entwickelt sich der Tetraeder Treppenlauf zunehmend zu einem Anziehungsmagnet für Extremsportler. Allen voran der Firefighter Stairway Run, bei dem die Feuerwehrleute die Treppen hinauf zum Plateau am Tetraeder in voller Ausrüstungsmontur bewältigen, nötigte nicht nur schon beim Zusehen größten Respekt ab, sondern zieht bereits deutschlandweit seine Kreise. Sogar aus dem Schwabenland kamen Feuerwehrmänner nach Bottrop, nahmen rund 500 Kilometer Anreise in Kauf, um am Tetraeder dabei zu sein. Es siegt Rick Steffen aus Ratingen, der die 6,5 Kilometer und die insgesamt 752 Treppenstufen in 45:35,2 Minuten bewältigte. „Dieser Wettbewerb sucht seines gleichen und wird noch weiter seine Kreise ziehen“, ist sich Dirk Lewald sicher.

Das andere Extrem, den Extreme Empire Run über 11 Kilometer und 1847 Stufen, nahmen 127 Frauen und Männer in Angriff und damit so viele wie keine andere Disziplin. Sieger bei den Männern wurde Lokalmatador Tolger Arnold, Tina Wessinghage triumphierte bei den Frauen. Aber auch die anderen Läufe waren gut frequentiert und so kam Lewald auch zu dem Schluss: „Wir haben mittlerweile eine gute Konstellation gefunden. Extremsportler kommen hier voll auf ihre Kosten, aber es bietet sich auch die Möglichkeit einfach nur reinzuschnuppern. Es ist für alle etwas dabei.“

Niklas Wojtek (r.) und sein Laufpartner Jonas Schramm präsentieren das Finisher-Shirt. Foto: privat

Unter den 599 Startern war auch Einradweltmeister Niklas Wojtek. Nachdem er am Tag zuvor noch seine Auftaktbegegnung bei den Tennis-Stadtmeisterschaften souverän gewonnen hatte, nahm er am Sonntag den Extreme Empire Run in Angriff. „Die Treppen an sich sind nichts Neues für mich, da sie stets Teil meiner Saisonvorbereitung sind, aber der Wettkampf am Tetraeder ist immer eine Herausforderung. Es ist schwer, ein persönliches Tempo zu finden. An den Treppen geht der Puls für einige Minuten in den Maximalbereich und danach geht es direkt weiter. Da ist man ständig im roten Bereich und am Ende warten dann auch noch 1,2 Kilometer mit brutalen Höhenmetern. Es ist einfach eine unglaubliche Erfahrung und eine spannende Grenzerfahrung, den Körper an seine Leistungsgrenze zu bringen“, fasst der Sportler seine Eindrücke zusammen.

Einen extremen Tag erlebte derweil auch die vielen Helfer in ihren roten Jerseys des LC Adler Bottrop. Ob als Streckenposten, Begleiter auf dem Rad, bei der Startnummernausgabe oder beim Auf- und  Abbau – der Tetraeder Treppenlauf bedeutete für sie ein volles Programm von 6 Uhr in der Frühe bis um 20 Uhr am Abend. „Diese Unterstützung war wieder einmal genial! Deshalb gilt der Dank allen Helfern“, wandte sich Lewald als 2. Vorsitzender dankbar an die eigenen Mitglieder des LC Adler Bottrop und das Team des veranstaltenden Vereins Marketing für Bottrop e.V. sowie des B&C-Verlages. Für das kommende Jahr ist bereits die fünfte Auflage des Tetraeder Treppenlaufs geplant. Das heißt es wieder: Auf zu neuen Extremen!

Text: Henning Wiegert  

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