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Lewald greift nach dem WM-Ticket

In Mannheim gilt es die nationale U20-Konkurrenz zu distanzieren

Die Bauhaus Junioren-Gala wird für Marius Lewald der wohl spannendste und bedeutendste Wettkampf seiner bisherigen sportlichen Laufbahn. Am Samstag und Sonntag (23./24. Juni) werden in Mannheim die besten deutschen U20-Athleten gegen die internationale Konkurrenz um die Tickets für die U20-Weltmeisterschaften kämpfen, die vom 10. bis 15. Juli in Tampere (Finnland) stattfinden.

Marius Lewald träumt vom Ticket nach Finnland. Foto: Lewald

In Zeulenroda (Neue Bestzeit für Marius Lewald) hatte sich der vom Bottroper Leistungssportprojekt geförderte Hürdensprinter jüngst für das hochrangige Meeting in Mannheim qualifiziert. Mit einer Zeit von 13,95 Sekunden über die 110m Hürdenstrecke rangiert er derzeit auf Platz zwei der deutschen Bestenliste und wird auch damit zur Bauhaus Junioren-Gala anreisen. Die zwei besten deutschen Athleten jeder Disziplin werden bei Normerfüllung das Nationaltrikot bei den Weltmeisterschaften tragen dürfen. Jeweils ein weiterer Athlet wird als Reserve mitgenommen.

Aus heutiger Sicht stehen die Chancen für Marius Lewald gut, stünden da nicht zehn Hürden in der Bahn. Schließlich kann anders als etwa beim 100 m Sprint ein Hürdenrennen einen völlig unerwarteten Verlauf nehmen. Jeder noch so kleine Fehler an der Hürde wirkt sich gnadenlos auf die Zeit aus. „Das Rennen in Mannheim wird nicht in den Beinen entschieden, sondern ausschließlich im Kopf“, so sein Heimtrainer und Vater Dirk Lewald. „Wer hier den kühlsten Kopf bewahrt und sein eigenes Rennen macht, wird am Ende die Nase vorne haben.“

Die Voraussetzungen für diesen kühlen Kopf sind angesichts der möglichen Nominierung für die Weltmeisterschaften denkbar schwierig. Hinzu kommt, dass das Meeting traditionell hochklassig international besetzt ist. Insgesamt 400 der besten Nachwuchssportler aus 23 Nationen aus der ganzen Welt werden bei der 25. Ausgabe der Junioren-Gala erwartet. So auch im Hürdenrennen des Bottroper Athleten. 35 Hundertstel trennen ihn vom besten gemeldeten Läufer, dem Briten Jason Nicholson und den 15 weiteren Athleten aus acht Nationen. Marius Lewald steht mit seiner aktuellen Zeit zwar nur im Mittelfeld, entscheidend ist für ihn aber die nationale Platzierung, um das Ticket nach Tampere zu buchen.

Text: Dirk Lewald (LC Adler Bottrop)

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