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Tor 18: Lehrgang am Tischtennis-Zentrum

bottrop.sport öffnet Tore: Die Spitzensportler unserer Stadt

In seiner Sitzung am 24. November machte der Rat der Stadt Bottrop den Weg frei für ein Förderkonzept für den Spitzensport. Mit Hilfe von Sponsorengeldern sollen Talente aus Bottroper Vereinen gezielt unterstützt werden. Wer aber sind Bottrops Spitzensportler und welche aufstrebenden Talente gibt es in dieser Stadt? In unserem Adventskalender wollen wir bis Heiligabend täglich einen Bottroper Spitzensportler vorstellen. Aus aktuellem Anlass widmen wir uns in Tor 18 dem jungen Tischtennisspieler Niklas Fichtner. Mit der Teilnahme am Talentsichtungslehrgang im Deutschen Tischtennis-Zentrum erreicht die steile Karriere des 10-Jährigen an diesem Wochenende ihren vorläufigen Höhepunkt.

Um von Leistungssport zu sprechen, ist es bei Niklas Fichtner noch etwas zu früh. Der junge Tischtennisspieler des VfB Kirchhellen scheint aber auf einem besten Weg dahin zu sein. Am Wochenende erreicht die rasante Entwicklung des 10-Jährigen ihren vorläufigen Höhepunkt. Von Freitag bis Sonntag weilt Niklas Fichtner zusammen mit neun anderen Talenten aus Nordrhein-Westfalen im Deutschen Tischtennis-Zentrum Düsseldorf (DTTZ) zu einem Talentsichtungslehrgang des Westdeutschen Tischtennisverbandes (WTTV).

Drei Einzelsiege zu Beginn der Karriere

Auch der Größen- und Altersunterschied in der Jungenklasse stellt Niklas Fichtner nicht vor Probleme.

Begonnen hat alles vor etwas mehr als einem Jahr. Die Grundschullehrerin erkannte das Talent des jungen Sportlers und ermunterte Niklas Fichtner doch einmal beim Training des VfB Kirchhellen vorbeizuschauen. Wenig später wurde er gemeinsam mit Schulfreund Jonas Höhn bei VfB-Trainer Johannes Mann vorstellig und lehrte seinen Gegnern schon bald das Fürchten. Am 29. November 2014 feierte er seine Premiere bei den B-Schülern II im Dress des VfB Kirchhellen. Gegen den DJK TTG Gelsenkirchen gewann er gleich mal seine drei Einzel souverän und ohne Satzverlust.

Diese Erfolgsgeschichte setzte sich schließlich auch in der laufenden Saison fort. Egal ob in der Schülerklasse (U15) oder bei den Jungen (U18), 18 Mal stand der 10-Jährige in Meisterschaftspartien an der Platte, immer ging er als Sieger hervor. Gerade einmal vier Sätze gab er dabei verloren. Sogar bei den Erwachsenen kam der Youngster bereits zum Einsatz. In der dritten Kreisklasse verbuchte er im Kreise der sechsten Mannschaft einen Sieg und eine knappe Niederlage.

Durchmarsch bei den Kreis- und Bezirksmeisterschaften

Stolzer Sieger bei den Bezirksmeisterschaften.

Dass letztlich auch die Verbandstrainer auf sein Talent aufmerksam wurden, hat Niklas Fichtner seinen starken Leistungen bei den Kreis- und Bezirksmeisterschaften sowie dem WTTV-Ranglistenturnier zu verdanken. In seiner Altersklasse (C-Schüler) war ihm kaum beizukommen. So gab er bei seinem Erfolg bei den Bezirksmeisterschaften nicht einen Satz verloren und beendete das Ranglistenturnier in Rödinghausen vor den Augen der Verbandstrainer mit vier Siegen und drei Niederlagen punktgleich mit dem Dritten auf einem hervorragenden fünften Platz. Die Belohnung folgte in Form der Einladung zum Talentsichtungslehrgang im hochmodernen Deutschen Tischtennis-Zentrum (DTTZ). „Das ist ein echtes Highlight“, weiß Heimtrainer Johannes Mann. Denn in Düsseldorf ist nicht nur das WTTV-Landesleistungszentrum beheimatet, sondern auch der Bundesstützpunkt des Deutschen Tischtennisverbandes (DTTV). „Das hatten wir meines Wissens nach noch nie, dass ein Talent unseres Vereins zu einer solchen Maßnahme eingeladen wurde“, freut sich VfB-Pressesprecher Ralph Stenzel.

„Niklas erkennt die Schwächen seiner Gegner“

Niklas Fichtner mit Trainer Johannes Mann.

Trainer Johannes Mann, der sich seit vier Jahren um den Nachwuchs beim VfB Kirchhellen kümmert, weiß um die Qualitäten seines Schützlings: „Ihn zeichnet vor allem seine hohe Spielfreude aus. Niklas gibt außerdem keinen Punkt verloren und verfügt über ein überaus hohes Spielverständnis für sein noch junges Alter. Er ist in der Lage sein Spiel auf den Gegner auszurichten und dessen Schwächen zu erkennen.“ Zwei wöchentliche Einheiten standen neben den Meisterschaftsspielen und den Turnieren in Kirchhellen bisher auf dem Programm, zukünftig wird Niklas Fichtner aber auch einmal pro Woche am Landesleistungsstützpunkt in Herne trainieren. „Die Teilnahme an diesen Trainingseinheiten ist Voraussetzung für weitere Fördermaßnahmen und Kaderlehrgänge“, erklärt Johannes Mann, der betont: „Ich traue Niklas in den nächsten Jahren noch viel zu und hoffe natürlich, dass er bei der Stange bleibt. Aber durch die aktuellen Erfolge ist natürlich auch der Ehrgeiz geweckt und deshalb bin ich da guter Dinge.“ Das Wochenende am Deutschen Tischtennis-Zentrum könnte für Niklas Fichtner also nicht letzte Besuch in Düsseldorf sein, sondern viel mehr der Auftakt zu einer tollen Karriere.

Text: Henning Wiegert

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