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Tor 19: Mit Energie zu neuen Zielen

bottrop.sport öffnet Tore: Die Spitzensportler unserer Stadt

In seiner Sitzung am 24. November machte der Rat der Stadt Bottrop den Weg frei für ein Förderkonzept für den Spitzensport. Mit Hilfe von Sponsorengeldern sollen Talente aus Bottroper Vereinen gezielt unterstützt werden. Wer aber sind Bottrops Spitzensportler und welche aufstrebenden Talente gibt es in dieser Stadt? In unserem Adventskalender wollen wir bis Heiligabend täglich einen Bottroper Leistungssportler vorstellen. Mit Tor 19 begeben wir uns wieder auf die Tatami. Saskia Wüst studiert und kämpft in Bottrop.

Seit 15 Jahren auf der Matte

Mit Energie kennt sich Saskia Wüst aus. Die bringt sie seit ihrem siebten Lebensjahr auf die Judomatte. Damals begann sie in ihrer Heimat Velen-Reken mit dem Sport, vor fünf Jahren wechselte sie dann nach Bottrop zum JC 66 und betreibt seitdem Leistungssport. Mittlerweile hat die 20-Jährige ihr Abitur gebaut und studiert an Hochschule Ruhr-West am Campus Mülheim. Ihr Studiengang? Energie und Wassermanagement. "Ich habe großes Interesse an Naturwissenschaften und der Studiengang ist nicht zu technisch", erklärt Wüst ihre Wahl. Außerdem sei das Studium praxisnah ausgelegt. Mittlerweile hat sich der Standpunkt der Hochschule zu einem echten Glücksgriff für die Judoka herausgestellt, denn seit Juni kooperiert die HRW mit dem JC 66 Bottrop bzw. dem Deutschen Judobund (DJKB)..

An der HRW gut aufgehoben

Voller Einsatz für den JC66.

Womit wieder das Thema "Energie" aufkäme. Denn die braucht Saskia Wüst nicht nur in den Hörsälen, sondern auch beim Training. Und gerade da profitiert sie von der Kooperation, auch wenn die zu Beginn ihres Studiums noch nicht in trockenen Tüchern war. "Ich habe immer Ansprechpartner, wenn es mal Probleme mit Pflichtkursen oder Prüfungen gibt. Dann habe ich die Möglichkeit, freigestellt zu werden oder Prüfungen nachzuschreiben", erzählt Wüst. Außerdem hat sie abends immer Zeit für Trainingseinheiten. Studium und Leistungssport lassen sich hier gut miteinander vereinbaren.

Bundesliga ist das Ziel

Saskia Wüst braucht den Sport. "Für mich ist das ein guter Ausgleich zur Uni", sagt sie. Aber nicht nur das. Auch menschlich hat ihr der Sport einiges gebracht. "Ich habe dadurch gelernt, zielstrebig zu sein und auf andere Menschen zu achten", erzählt die Studentin. Die Zielstrebigkeit soll sie zu weiteren Erfolgen führen. Vor drei Jahren hat sie bereits die Bronzemedaille bei den deutschen Meisterschaften in der Altersklasse U21 gewonnen. 2016 geht es für sie raus aus den Nachwuchsklassen, dann wird nur noch bei den Frauen gekämpft. "Ich möchte bei den European Cups eine Medaille holen", definiert sie ihr Einzelziel für die neue Saison.

Aber auch die Mannschaft steht natürlich wieder im Fokus. Auch wenn sie in ihrer Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm mit Sina Felske eine starke Kontrahentin hat, hat Wüst ein klares Ziel für 2016. "Ich möchte im nächsten Jahr in der Bundesligamannschaft kämpfen und mit dieser eine Medaille holen", sagt sie. Dafür, und für ihr Studium, wird sie ihre Energie aufbringen.

Text: Henning Wiegert

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