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Waldhof hält stark dagegen

Regionalligist verkauft sich bei der 3:6-Niederlage in Buschhausen teuer

Zum Start der Saison in der Regionalliga West mussten sich die Herren 30 des TC Waldhof dem Buschhausener TC nicht überraschend mit 3:6 geschlagen geben. Gegen den selbsternannten Aufstiegsfavoriten zogen sich die Waldhöfer aber gut aus der Affäre und zeigten eine Leistung, die für den weiteren Saisonverlauf hoffnungsvoll stimmt.

Jan Minar gab seinen Einstand im Dress des TC Waldhof.

Buschhausener TC – TC Waldhof 6:3
(H30, Regionalliga West, 2. Spieltag)

Gleich zum Auftakt in der Regionalliga standen die Herren 30 des TC Waldhof vor einer hohen Hürde. Schließlich zählt der Aufsteiger aus Buschhausen zu den Ligafavoriten, nachdem die Nachbarstädter nicht nur den Belgier Xavier Malisse abgeworben hatten, sondern mit gleich zehn ausländischen Spitzenkräften ein klares Statement gesetzt hatten. Die Botschaft: Der Aufstieg in die Bundesliga führt nur über Buschhausen.

Mit entsprechend bescheidenen Erwartungen waren die Waldhöfer in ihre Auftaktpartie gegangen, zumal der Gegner anders als noch beim 7:2-Auftaktsieg über den TC Alsdorf gleich an den Positionen eins bis fünf auf Verstärkung aus dem Ausland setzte. Zum Wiedersehen mit Xavier Malisse kam es zwar nicht, doch die Aufstellung mit Kristijan Mesaros (ATP 184, Slowenien), Vjekoslav Skenderovic (ATP 293, Kroatien), Thimo Van der Lecq (Niederlande), Mike Scheidweiler (ATP 283, Luxemburg) und Nikola Martinovic (ATP 727, Kroatien) sowie dem einzigen „Heimspieler“ Daniel Fiovaranti, aktuell die Nummer 17 der Welt bei den Herren 35, konnte sich sehen lassen. Die Waldhöfer setzten dem mit dem tschechischen Neuzugang Jan Minar (ATP 177) sowie Julian Schulte, Jan-Rudolf Möller, Christian Müller sowie Bastian Muc und Peter Vogel ein vergleichsweise bescheidenes Aufgebot entgegen.

Gute Vorstellung in den Einzeln

Zu Beginn musste sich Peter Vogel mächtig strecken, am Ende ging der Routinier als Sieger vom Feld.

Das wiederum übertraf trotz eines 1:5-Rückstandes nach den Einzeln durchaus die im Vorfeld formulierten Erwartungen. Auf verlorenem Posten standen trotz guter Ansätze nur Julian Schulte (1:6, 3:6 gegen Skenderovic), Jan-Rudolf Möller (0:6, 0:6 gegen Van der Lecq) und Bastian Muc (2:6, 3:6 gegen Martinovic). Christian Müller hatte dagegen den Luxemburger Mike Scheidweiler, der viele Jahre zum Davis-Cup-Team des Großherzogtums zählte, lange am Haken und verlor nur äußerst unglücklich und trotz einer 4:1-Führung im zweiten Satz mit 5:7 und 4:6. Im Spitzeneinzel verhinderte nur der Match-Tiebreak einen Punkt für die Bottroper. Nach einem starken ersten Satz von Jan Minar (6:3) glich der sieben Jahre jüngere Kristijan Mesaros, der 2017 noch die Qualifikation bei den French-Open gespielt hatte, im zweiten Durchgang aus (3:6) und verhinderte schließlich mit einem 10:6 im Entscheidungssatz einen erfolgreichen Einstand des Neuzuganges im Lager des TC Waldhof. So oblag es Routinier Peter Vogel, der zuletzt für den TC Schaephuysen spielte, den Ehrenpunkt im Einzel zu holen. Er spielte Daniel Fiovaranti trotz eines 1:6, 3:5-Rückstandes mürbe, glich dank eines 7:5 im zweiten Satz aus und hatte im Match-Tiebreak schließlich mit 11:9 die Nase vorn.

Zwei Glanzpunkte im Doppel

Mit einem Selfie verabschiedeten sich die Waldhöfer vom 1. Spieltag.

In den Doppeln konnten sich die Waldhöfer dann sogar noch steigern. Zwar hatten Schulte/Muc das Nachsehen (1:6, 1:6), doch die Kombinationen Minar/Pfeiffer (7:6, 7:5 gegen Meseros/Matinovic) und Möller/Müller (6:1, 3:6, 10:7 gegen Scheidweiler/Glowacz) setzten noch zwei Glanzpunkt zum 3:6-Endstand.

„Eigentlich soll man nach Niederlagen nicht zufrieden sein, aber wir hatten schlimmeres befürchtet und haben gut dagegen gehalten“, resümierte Jan-Rudolf Möller nach der Auftaktpartie und ließ es sich auch nicht nehmen, eine kleine Spitze in Richtung des ersten Gegners zu verteilen: „Ob Buschhausen in dieser Konstellation tatsächlich aufsteigt, da habe ich so meine Zweifel. Ich gehe davon aus, dass es für uns am kommenden Wochenende gegen Mönchengladbach eher noch härter wird. Danach beginnt die Saison für uns dann richtig.“

Text: Henning Wiegert

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