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Endspiele um die Silberbarren

In 16 Einzel- und 12 Doppelkonkurrenzen werden am Wochenende die Stadtmeistertitel vergeben

Insgesamt 16 Einzel-Finals steigen am Samstag und Sonntag bei den Tennis-Stadtmeisterschaften beim TC Eigen-Stadtwald. Dazu kommen zwölf Endspiele im Doppel und Mixed. Es geht um nicht weniger als die begehrten Silberbarren und natürlich auch um die letzten Punkte für den prestigeträchtigen Tetraeder-Cup für den erfolgreichsten Verein, der dank der Unterstützung der Sparkasse Bottrop mit einer Geldprämie dotiert ist. Die große Siegerehrung aller Stadtmeister steigt dann am Sonntagnachmittag unmittelbar im Anschluss an das Herrenendspiel, das es in sich haben dürfte. Wenn Topfavorit Kim Möllers auf Jan-Rudolf Möller trifft, sind spektakuläre Ballwechsel garantiert. Gefeiert wird derweil bereits den ganzen Samstag, wenn die Players Party steigt.

Herren A: Möller gegen Möllers

Jan-Rudolf Möller will Kim Möllers das Leben schwer machen.

Kim Möllers – Jan-Rudolf Möller
(Sonntag, 16 Uhr)

Mit Verbandsmeister Kim Möllers trumpft das Endspiel bei den Herren mit einer wohl nie dagewesen Qualität auf. Das Duell des amtierenden Verbandsmeisters, der mit dem TC Bredeney jüngst den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt machte, mit Jan-Rudolf Möller (TC Waldhof) ist für viele das „Traumfinale“ dieser Titelkämpfe. Schließlich steht auch der Herausforderer aus dem Regionalligakader des TC Waldhof wie kein Zweiter für spektakuläres wie attraktives Tennis. Und wenngleich Möller in sein sechstes Stadtmeisterschaftsendspiel erstmals als krasser Außenseiter geht, dass ihm diese Rolle liegt, stellte er erst jüngst beim Regionalliga-Auftritt gegen den Kölner THC unter Beweis, als er gegen den Italiener Giulio Di Meo, einst die Nummer 565 der Weltrangliste, nur knapp mit 4:6 und 4:6 das Nachsehen hatte. "Es ist eine tolle Sache, dass ich wieder im Finale stehe und Bestätigung meiner guten Form. Allerdings wird es im Endspiel natürlich richtig schwer, aber ich möchte mein bestes geben und den hoffentlich vielen Zuschauern ein tolles Match liefern", äußert sich Jan-Rudolf Möller vor dem Endspiel. Die Tennisfans können sich trotz der klaren Rollenverteilung auf einen spektakulären Schlagabtausch freuen.

Damen A: Youngster fordert Defensivspezialistein

Julia Lazareck – Paulina Loipfinger
(Sonntag, 14 Uhr)

Am Samstag geht es gemeinsam mit der Mannschaft des TV Blau-Weiß Bottrop um den Klassenerhalt in der 1. Verbandsliga, am Sonntag dann im direkten Duell in Abwesenheit von Leonie Schuknecht um den Stadtmeistertitel in der Königsdisziplin bei den Damen. Warum Julia Lazareck in die Partie gegen Paulina Loipfinger als Favoritin geht, stellte die 33-Jährige bereits im Halbfinale eindrucksvoll unter Beweis, als es Herausforderin Lisa Schmitke trotz einer sehr guten Leistung nicht gelang, der routinierten Defensivspezialistin mehr als fünf Spiele abzunehmen. Nun versucht sich mit der 17-jährigen Paulina Loipfinger die Nummer zwei der Setzliste, für die es das erste Stadtmeisterschaftsendspiel bei den Erwachsenen ist. Julia Lazareck kennt die Finalatmosphäre dagegen bereits: 2010 musste sie sich noch gegen Seriensiegerin Stefanie Kubetta mit 6:7 und 1:6 geschlagen geben, acht Jahre später nimmt sie nun einen zweiten Anlauf auf die Titelpremiere.

Damen B: Duell der Topgesetzten

Anne Koch bekommt es mit Eva Wailer zu tun.

Anne-Katrin Koch – Eva Wailer
(Sa., 16 Uhr)

Im Finale kommt es zum Duell der beiden topgesetzten Spielerinnen. Anne-Katrin Koch (TC Waldhof) sicherte sich gleich bei ihrer Stadtmeisterschaftspremiere im Einzel ein Ticket für das Endspiel. Dort geht es für sie gegen die zwölf Jahre jüngere Eva Wailer (TC Blau-Gelb Eigen), die ihre starke Medenspielsaison mit einer 5:0-Bilanz nun mit dem Finaleinzug krönte.

Herren B: Neuauflage zwischen Wala und Adam

Patrick Adam – Björn Wala
(Sa., 17 Uhr)

Zum zweiten Mal im Turnierverlauf kommt es zum Duell „Adam gegen Wala“. In der ersten Runde hatte sich Patrick Adam (TC Eigen-Stadtwald) bereits klar mit 6:1 und 6:1 gegen Sören Wala durchgesetzt, im Finale fordert ihn nun der ältere Bruder, der in der Setzliste an Position zwei gesetzt ist. Gesucht wird ein Nachfolger von Luca Miketta.

Herren 30: Neuauflage zum Dritten

Christian Müller – Tobias Sprenger
(So., 14 Uhr)

Zum dritten Mal stehen sich Christian Müller (TC Waldhof) und Tobias Sprenger (TC Eigen-Stadtwald) im Finale bei den Herren 30 gegenüber. Während sich Sprenger 2011 beim VfL Grafenwald im Match-Tiebreak durchsetzen konnte, gewann Müller das Finale vor zwei Jahren beim TV Blau-Weiß mit 6:4 und 6:3. In ihren Halbfinals stellten beide Akteure ihre Klasse eindrucksvoll unter Beweis. Während sich Müller erstmals gegen Philipp Penkatzki durchsetzen konnte und nach einer durchwachsenen Saison weiteres Selbstvertrauen sammelte, fuhr Sprenger einen souveränen Sieg gegen seinen Teamkollegen und Doppelpartner Ufuk Altug ein. "Ich freue mich auf die Finalspiele, denn sie sind eine schöne Zugabe und gegen Tobi zu spielen, ist ja immer wieder schön und spannend", gibt sich Christian Müller vor den Endspielen aus gutem Grund relext: Am Donnerstagabend wurde der Waldhöfer zum ersten Mal Vater, mit einem weiteren Stadtmeistertitel gäbe es da gleich noch einen guten Grund zum Gratulieren.

Damen 30: Erst Abstiegskampf, dann Titeljagd

Wiebke Hamel – Bianca Stötzel
(So., 12 Uhr)

Im kleinen Feld der Damen 30 mussten die beiden Finalistinnen jeweils einen Stolperstein aus dem Weg räumen. Bianca Stötzel (TC Eigen-Stadtwald) benötigte im Duell mit Maren Loipfinger im Halbfinale den Match-Tiebreak, für Wiebke Hamel (TV Blau-Weiß Bottrop) ging es gegen Simone Siedlaczek in den Entscheidungssatz. Hamel äußert sich vor dem Endspiel: „Mit Blick auf unser schweres Medenspiel um den Klassenerhalt am Samstag, fällt es mir schwer schon an das Endspiel zu denken. Ich vermute, dass ich am Sonntag mit den letzten Reserven spielen werde und hoffe deswegen einfach auf ein schönes Endspiel - auch wenn ich natürlich den Titel gerne nach Blau-Weiß holen möchte.“

Herren 40: Hohe Hürde für Michael Altmann

Manuel Pfeiffer – Michael Altmann
(Samstag, 14 Uhr)

Auch 2018 greift Michael Altmann wieder nach dem Titel. Nach seinem 7:6, 7:5-Sieg im Halbfinale über Teamkollege Volker Schüppel wartet auf den Bezirksmeister im Endspiel allerdings eine noch höhere Hürde, wenn es gegen Manuel Pfeiffer aus dem Regionalligakader des TC Waldhof geht. Der Neuzugang vom Quellenbusch spielte sich souverän in das Finale. "Es wird noch schwerer. Ich bin Außenseiter, aber ärgern möchte ich meinen Gegner auf jeden Fall", so Michael Altmann.

Herren 40 B: Zähes Duell auch im Endspiel?

Christopher Flögel – Michael Habermüller
(Samstag, 10 Uhr)

Die Einführung der B-Konkurrenz in der Altersklasse 40 kann als ein großer Lichtblick der diesjährigen Titelkämpfe gewertet werden. Im zweitgrößten Teilnehmerfeld gab es viele enge Duelle, zwei davon im Halbfinale. In der oberen Hälfte des Tableaus behauptete sich Christopher Flögel (TC Waldhof) in einem zähen Duell gegen Thilo Rörtgen, auf der anderen Seite zog mit Michael Habermüller der Vereinsvorsitzende des TC VfB Kirchhellen in das Finale ein. Er rang Matthias Kramer im Semifinale nach 4:6 und 6:4 mit 15:13 im Match-Tiebreak nieder.

Damen 40 B: Winge-Amft greift nach dem zweiten Titel

Christiane Winge-Amft - Susanne Schön
(Samstag, 10 Uhr)

Im Premierenfinale bei den Damen 40 B wird die einzige Spielerin, die nicht mit einer LK 23 geführt wird, von Susanne Schön (TC Eigen-Stadtwald) gefordert. Christiane Winge-Amft greift nach ihren souveränen Zwei-Satz-Erfolgen über Sandra Günther und Jutta Larisch zum zweiten Mal in ihrer Karriere nach einem Einzeltitel bei den Stadtmeisterschaften. Bereits 1992 stand sie bereits einmal ganz oben auf dem Podium. Damals noch in der B-Konkurrenz der offenen Klasse.

Herren 50: Radev kampflos ins Finale

Anton Radev bestreitet im Finale sein erstes Einzel.

Anton Radev – Michael Amft
(Samstag, 11 Uhr)

Dass Anton Radev, der erstmals in der Altersklasse 50 um den Titel spielt, in das Finale einziehen würde, war keine Überraschung. Sein Weg dort hin gleicht allerdings eher einer Farce ohne sportlichen Wert. Mit Dirk Bugdoll und Markus Kissenbeck sagten gleich zwei Spieler des TV Blau-Weiß Bottrop ihr Duell mit dem ehemaligen Davis-Cup-Spieler ab, sodass Radev sein Finalticket löste, ohne einmal auf dem Platz zu stehen. Sein erster und letzter Gegner bei diesem Turnier kommt mit Michael Amft aus dem eigenen Vereinslager. Der Präsident des TC Blau-Gelb Eigen rang nach seiner Verletzungspause im Halbfinale den Teamkollegen Robbie Soffers im Match-Tiebreak nieder und wird sich nun auch der Herausforderung gegen den Doppelpartner stellen.

Damen 50: Vorjahressiegerinnen im Duell

Martina Kolenda – Birgit Rebbelmund
(Samstag, 14 Uhr)

Das Finale bei den Damen 50 bestreiten die Siegerinnen der vergangenen beiden Auflagen. Die topgesetzte Martina Kolenda (TV Blau-Weiß Bottrop), die mit zwei glatten Siegen in das Finale einzog, trifft auf Birgit Rebbelmund (VfL Grafenwald), die sich zumindest beim 2:6, 6.2, 10:6-Sieg im Halbfinale über Martina Neuwald mächtig strecken musste.

Herren 55: Die Nummer eins erwartet den Bezirksmeister

Hermann Moß – Peter Beautemps
(Sonntag, 12 Uhr)

Die Finalisten spielten sich souverän durch das Feld und stehen verdient im Endspiel. Nominell gilt hier der an Position eins gesetzte Hermann Moß (TC Blau-Gelb Eigen) mit Blick auf seine LK als Favorit, doch wie viel wert diese Klassifizierung hat, das wird sich erst am Sonntag zeigen. Schließlich ist Peter Beautemps (TV Blau-Weiß Botrop) der amtierende Bezirksmeister in der Altersklasse 55.

Damen 55: Rurainsky trifft auf Wedig

Kosima Wedig – Gabriele Rurainsky
(Samstag, 12 Uhr)

In den vergangenen beiden Jahren wurde bei den Damen in der Altersklasse 60 gespielt, diesmal geht es mangels Meldungen wieder bei den 55ern um den Titel. Kosima Wedig (TC Waldhof) steht nach zwei souveränen Siegen trotzdem im Endspiel, ihr gegenüber steht aber diesmal nicht Renate Czekalla, die verletzungsbedingt auf die Titeljagd verzichtete. Stattdessen kommt es zum Schlagabtausch mit Gabriele Rurainsky (TC Blau-Gelb Eigen), die im Halbfinale Annemarie Falkenhain im Match-Tiebreak besiegen konnte.

Herren 60: Volker Schmidt ist der Überraschungsfinalist

Martin Evers – Volker Schmidt
(Sonntag, 13 Uhr)

Unter der Woche hatte Martin Evers (TC Blau-Gelb Eigen) noch verlauten lassen, dass er noch nie in einem Stadtmeisterschaftsendspiel auf den Gegner des Vorjahres getroffen sei. Dass es dabei auch bleibt, ist dem Überraschungsfinalisten Volker Schmidt (VfL Grafenwald) zu verdanken, der sich gegen Dietmar Stratmann mit 6:3, 2:6 und 10:8 durchsetzen konnte.

Herren 65: Dore ist der Underdog

Dieter Mathiszik – Franz Dore
(Sonntag, 10 Uhr)

Gegen Dietrich Lange profitierte er von der späten Aufgabe seines Konkurrenten, zum Halbfinale trat Paul Psilias nicht an. Nun steht Franz Dore völlig überraschend im Endspiel bei den Herren 65 und ist im Duell mit Dieter Mathiszik der klare Underdog. Mathiszik hatte sich im Halbfinale souverän gegen Johannes Middeweg durchsetzen können und greift nun nach seinem ersten Stadtmeistertitel im Einzel.

Herren 70: Bildstein ist der Favorit

Werner Bildstein – Werner Ridder
(Samstag, 10 Uhr)

Gerne hätte Werner Ridder in der Altersklasse 75 um den Titel gespielt, doch dafür fanden sich (noch) nicht genügend Mitstreiter. Folglich geht es nochmals in der Konkurrenz der Herren 70 um den Titel, den Ridder bereits dreimal für sich verbuchen konnte. Die letzte Auflage entschied allerdings Werner Bildstein für sich und der hat auch diesmal die Favoritenrolle inne.

Texte: Henning Wiegert

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