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Waldhof-Express rollt weiter

Die Herren 30 gewinnen gegen Dortmund mit 7:2 und bleiben Tabellenführer

Die Herren 30 des TC Waldhof setzten ihre Siegesserie in der Regionalliga auch gegen den TC Eintracht Dortmund fort und verteidigten die Tabellenführung. Beim 7:2-Erfolg über den starken Aufsteiger wussten erneut alle Mannschaftsteile zu überzeugen. Es war der fünfte Sieg im fünften Saisonspiel.

TC Waldhof – TC Eintracht Dortmund
(Herren 30, Regionalliga)

Gegen den starken Aufsteiger aus Dortmund setzte der TC Waldhof auf die identische Formation, die zuletzt beim 8:1-Erfolg über den THC Münster groß aufgespielt hatte. Hinter der Doppelspitze mit Xavier Malisse und Jeroen Masson sollten Julian Schulte, Jan-Rudolf Möller, Christian Müller und Peter Vogel in den Einzeln den Grundstein für den fünften Sieg im fünften Spiel legen. Die Gäste hielten es ähnlich und setzten am Quellenbusch auf ihre Stammformation, angeführt vom Ukrainer Ivan Sergeyev. Bei idealen äußeren Bedingungen war die Bühne für einen hochklassigen Schlagabtausch bereitet.

Xavier Malisse lieferte auf dem Centercourt eine eindrucksvolle Vorstellung ab.

Auf dem Centercourt ging es dann aber zunächst schnell. Im Duell zwischen Jeroen Masson und dem Australier Adam Barnes, der in Dortmund eine Tennisschule betreibt, ließ der Waldhöfer überhaupt nichts anbrennen und sorgte für die schnelle Führung (6:0, 6:1). Und auch Topstar Xavier Malisse lieferte im Spitzeneinzel einmal mehr eindrucksvoll ab. Gegen den noch ungeschlagenen Ukrainer Ivan Sergeyev gelang dem Belgier in einem fantastischen Tennisspiel im ersten Satz im entscheidenden Moment das Break und der 7:5-Satzgewinn, ehe der Wimbledon-Halbfinalist von 2002 mit einem 6:3 im zweiten Durchgang den zweiten eingeplanten Punkt verbuchte.

Den Bigpoint landete diesmal Kapitän Jan-Rudolf Möller, der gegen den noch unbesiegten Felix Tilse die richtigen Mittel fand und sich auch vom unglücklichen Verlust des ersten Satzes im Tiebreak nicht aus dem Konzept bringen ließ. Am Ende ging er nach 6:7, 6:1 und 10:7 als verdienter Sieger vom Feld. Den vierten Punkt sicherte Julian Schulte, der gegen Marc Schimmel mit einer intelligenten Spielweise glänzte und seine leichte Favoritenrolle mit einem 6:1, 6:4-Erfolg eindrucksvoll unterstrich.

Marathonmann: Peter Vogel stand kanpp drei Stunden auf dem Platz.

Die vorzeitige Entscheidung und eine 5:0-Führung verpasste Peter Vogel dann aber knapp. Fern abseits der Hauptacts des Tages lieferte er sich auf Platz 6 in der Mittagshitze einen fast dreistündigen, zähen Schlagabtausch mit dem Dortmunder Ivo Rhomberg, der am Ende nach 1:6, 6:3 und 5:10 jedoch nicht von Erfolg gekrönt war. Für Vogel war es die erste Saisonniederlage. „Ich wusste nicht, dass man noch langsamer spielen kann als ich. Es war zwischendurch unglaublich schwer, die Spannung in den Ballwechseln zu halten“, äußerte sich Vogel. Kurios: Christian Müller konnte seine Partie in der zweiten Runde gegen Marc-Steffan Göge dann schon wieder auf dem Centercourt absolvieren. Denn den hatte die belgische Doppelspitze in Diensten des TC Waldhof zu diesem Zeitpunkt mit ihren Siegen längst freigeräumt. Doch auch Müller gelang es trotz einer starken Vorstellung nicht, seine weiße Weste zu verteidigen und für die Entscheidung zu sorgen. Nach 3:6 und 6:3 musste er sich trotz langer Führung im Match-Tiebreak dem erfahrenen Aufschlagriesen aus Dortmund mit 9:11 geschlagen geben.

Schmiddi feiert Comeback im Doppel

Gemeinsam mit den Damen, die ebenfalls mit 7:2 gewannen, wurde nach dem Spiel gefeiert.

Die 4:2-Führung bedeutete dennoch eine komfortable Ausgangssituation, zumal die Waldhöfer mit Christian Schmitke eine zusätzliche Option zogen. Der fünffache Stadtmeister hatte sich in seiner Wahlheimat Dubai in den vergangenen Wochen akribisch auf seinen Einsatz vorbereitet und erwies sich an der Seite von Christian Müller als Punktegarant (6:3, 6:4). Für die Entscheidung hatte zuvor bereits die belgische Doppelspitze gesorgt (6:3, 6:1) und Julian Schulte und Jan-Rudolf Möller schraubten den Endstand mit ihrem 7:5, 6:1-Erfolg dann sogar auf 7:2.

„Das Ergebnis ist natürlich ein Knaller. Alle haben auch heute wieder wirklich gut gespielt und vor allem die Doppelleistung war überragend. Es lief einfach perfekt“, jubelte Jan-Rudolf Möller, der mit seinem Team nun als Tabellenführer und mit einer weißen Weste in die letzten beiden Spieltage geht. In zwei Wochen steigt das Spitzenspiel beim Verfolger und Bundesligaabsteiger in Dorsten, der bisher nur gegen Dortmund verloren hatte, ehe es am 29. Juni nach Mönchengladbach geht. Möller weiß: „Das werden ganz schwierige Aufgaben, aber mit dem Hier und Jetzt sind wir erstmal super zufrieden.“

Text: Henning Wiegert

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