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Waldhof sieht Protest gelassen

Die Herren 40 vom Quellenbusch gewinnen das Abstiegsfinale, doch der Gegner legt Widerspruch ein

Nach dem optionalen „Hitzefrei“ wurden auf Verbandsebene am Samstag drei Partien nachgeholt. Die Herren 40 des TC Waldhof verdienten sich unter kuriosen Umständen den Klassenerhalt in der 2. Verbandsliga, die Damen 40 aus dem Eigen hatten dagegen im Aufstiegsendspiel kein Glück. Die 60er vom Schlangenholt siegten souverän.

Die Waldhöfer stoßen auf den Klassenerhalt an.

TC Waldhof – Barmer TC
(H40, 2. VL, Sa., 14 Uhr)

Bereits im Vorfeld hatte das Abstiegsfinale zwischen den Herren 40 des TC Waldhof und des Barmer TC die Gemüter erhitzt, nachdem die Partie am Wochenende zuvor auf Intervention der Gäste verschoben worden war. Der Barmer TC hatte ob der Hitze von seinem Recht gebrauch gemacht, das entscheidende Spiel um den Klassenerhalt zu vertagen. Die Waldhöfer hatten in der Folge befürchtet, dass der Gegner mit seinen Topspielern aus den Herren 50 auflaufen würde, die in der Niederrheinliga eine starke Saison spielen. Ein Tatbestand, der auch vor dem Nachholspiel für Irritationen sorgte. Denn die Gäste verzichteten auf den Einsatz ihrer Topspieler, die am vergangenen Wochenende in der Niederrheinliga aufgelaufen waren. Hintergrund war allerdings eine Information des zuständigen Bezirkssportwartes, dass diese Spieler nicht spielberechtigt seien, weil sie am Ursprungstermin in einem Parallelspiel eingesetzt worden sind. Dies traf auf Seiten der Waldhöfer allerdings auch auf Peter Vogel zu, der zeitgleich in der Regionalliga der Herren 30 aufgelaufen war. Die Gastgeber hatten allerdings vom TVN-Sportwart eine schriftliche Bestätigung erhalten, dass der Einsatz von Peter Vogel zulässig sei und diese Regelung bestätigte am Spieltag auch der Spielleiter auf telefonische Nachfrage. Ob der Informationsdifferenz waren die Akteure des Barmer TC entsprechend bedient und kündigten bereits vor dem ersten Aufschlag einen Protest an.

Auf den Plätzen sorgten die Waldhöfer dann für klare Verhältnisse. Im Spitzeneinzel kam Manuel Pfeiffer zu einem kampflosen Punkt, Peter Vogel hatte an Position zwei ebenfalls keine Mühe. Gleiches galt auch für Ralph Tytko und Mike Dierig an fünf und sechs. Das Schlüsselspiel gewann Guido Veenstra, der nach einem 0:6 im ersten Satz noch im Match-Tiebreak gewann. Nach der 5:1-Führung wurde auf die Doppel verzichtet. Der 7:2-Sieg bedeutet für den TC Waldhof den erneuten und umjubelten Klassenerhalt.

"Das war ein komisches Spiel und nicht so wie erwartet, aber wir hatten die klare Zusage, dass unsere Jungs spielen dürfen. Trotzdem hatte der Gegner eine starke Truppe, aber wir haben es trotzdem geschafft, nicht abzusteigen. Wir blicken dem Protest gelassen entgegen, weil wir uns abgesichtert haben und gehen davon aus, dass wir die Klasse halten", äußerte sich Mike Dierig.

TC Blau-Gelb Eigen – TC Neuss-Grimlinghausen 4:5
(D40, 2. VL)

Ganz bitteres Saisonende für die Damen 40 des TC Blau-Gelb Eigen, die den Aufstieg in die 1. Verbandsliga verpassten. Gegen den direkten Konkurrenten aus Neuss konnte nur Nicole Lynch ihr Einzel, allerdings gingen gleich drei Partien im Match-Tiebreak verloren. Olivia Holz, Kim Kolberg und Regina Schürig fehlte das nötige Quäntchen Glück. Da Sonja Plettau und Ulla Bähr an den Spitzenpositionen in zwei Sätzen verloren, war die Partie vorzeitig entschieden. Die Gäste jubelten über den Aufstieg und verzichteten auf die Doppel. Die Blau-Gelben müssen in 2020 dagegen einen neuen Anlauf starten. "Das Glück war einfach nicht auf unserer Seite", haderte Ulla Bähr.

TC 82 Erkrath – TC Blau-Gelb Eigen 1:8
(H60, 2. VL)

Dietmar Stratmann sprach nach der abschließenden Partie beim Tabellenschlusslicht und Absteiger von einem "lockeren 8:1-Sieg". In der Formation Evers, Stratmann, Psilias, Middeweg, Dohle und Wailer gaben die Blau-Gelben keinen Einzelpunkt ab. Anschließend mussten sie allerdings ein Doppel kampflos abgeben, ehe die Formationen Evers/Wailer und Stratmann/Dohle für den deutlichen Endstand sorgten. Mit einer 5:1-Bilanz belegen die Herren 60 des TC Blau-Gelb Eigen den zweiten Platz in der Abschlusstabelle der 2. Verbandsliga hinter dem TC Stadtwald Hilden II.

Texte: Henning Wiegert

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