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Vorschau: Es geht um die Silberbarren!

Am Wochenende steigen die Endspiele bei den Stadtmeisterschaften

Mit den Finalspielen in zwölf Einzel- und neun Doppelkonkurrenzen gehen am Wochenende die 66. Bottroper Tennis-Stadtmeisterschaften zu Ende. Nach drei erfolgreichen Turnierwochen geht es nun um Silberbarren und die spannende Frage, welcher Verein in diesem Jahr das Rennen um den Tetraeder-Pokal macht.

Herren A: "Ich möchte den Zuschauern ein sehenswertes Endspiel bieten."

Jan-Rudolf Möller stellt sich der Finalherausforderung gegen Kim Möllers.

Kim Möllers o. Jan Mirau – Jan-Rudolf Möller
(Sonntag, 14 Uhr)

Für Jan-Rudolf Möller (TC Waldhof) ist es bereits die vierte Finalteilnahme in Serie. „Auch ich gehe stramm auf die 40 zu und von daher bin schon ein Stück weit stolz, dass ich die jüngere Konkurrenz nach wie vor auf Distanz halten kann. Das Finale in Bottrop ist und bleibt immer ein Highlight, auf das man sich nur freuen kann. Auch wenn Kim der klare Favorit ist. Für mich geht es darum, den Zuschauern ein sehenswertes Endspiel zu bieten und mein Bestes zu geben. Ich habe schließlich schon oft genug bewiesen, dass ich mit jedem Spieler mithalten kann“, blickt der Titelverteidiger auf das Endspiel und die für ihn bei den Stadtmeisterschaften eher ungewohnte Rolle des Außenseiters.

Kim Möllers feiert derweil am Samstag seinen 32. Geburtstag und könnte sich gleich dreifach mit Edelmetall selbst beschenken. Der langjährige Bundesligaspieler und deutsche Vizemeister in der Altersklasse 30 von 2019 ist auch im Doppel- und Mixedwettbewerb im Finale vertreten. Nach dem sehenswerten Erfolg über Niklas Lindner entschied er auch das Halbfinale am Freitagabend gegen Jan Mirau mit 6:2 und 6:0 für sich.

Damen A: Zurück in der offenen Klasse

Katharina Zietlow bittet Julia Lazareck zur Revanche.

Julia Lazareck – Katharina Zietlow
(Sonntag, 12 Uhr)

Vor zwei Jahren standen sich Julia Lazareck und Katharina Zietlow aus dem Verbandsligateam des TV Blau-Weiß Bottrop noch im Finale bei den Damen 30 gegenüber, diesmal ist wegen der geringen Melderesonanz wieder die offenen Klasse. Den letzten Vergleich entschied Julia Lazareck für sich, doch vor dem neuerlichen Endspiel werden die Karten neu gemischt. "Ich freue mich auf meine blau-weißen Finalspiele und bin stolz auf unsere Teamleistung. Im Einzel gegen eine Freundin anzutreten, ist natürlich immer schwierig, aber es wird hoffentlich ein spannendes Spiel", so Lazareck, die im Halbfinale mit Lara Danielowski keine Mühe hatte. Katharina Zietlow buchte ihr Finalticket derweil mit einem 7:5, 6:2-Erfolg über Lisa Schmitke.

Herren B: Duell der Senkrechtstarter

Olliver Wenz - Zacharias Jargon
(Samstag, 16 Uhr)

Das B-Finale bestreiten zwei Senkrechtstarter. Hinter Olliver Wenz (TC Heide) und Zacharias Jargon (TC VfB Kirchhellen) liegt eine erfolgreiche Tennissaison, die nun mit dem Stadtmeistertitel gekrönt werden könnte. Dabei fanden beide Akteure erst vor wenigen Jahren zum Tennis bzw. wieder zum Tennis zurück. Olliver Wenz führte die steile Entwicklung dabei nicht nur in das Finale bei den Stadtmeisterschaften, sondern sogar schon in das Verbandsligaaufgebot beim TC Heide. Ein Ende des Höhenfluges scheint bei beiden Spielern nicht in Sicht, doch einer der Protagonisten muss im Finale gewinnen.

Damen B: Fabienne Steffens mit der Chance zur Revanche

Fabienne Steffens war zuletzt häufig in der Jubelpose.

Fabienne Steffens – Marie Broscheit
(Samstag, 12 Uhr)

Auch Fabienne Steffens (TV Blau-Weiß Bottrop) und Marie Borscheit (TC Waldhof) treffen bei den Stadtmeisterschaften nicht zum ersten Mal aufeinander. Vor zwei Jahren gewann Marie Broscheit das direkte Duell im Viertelfinale klar mit 6:0 und 6:1, doch ein neuerlicher Spaziergang erscheint äußerst unwahrscheinlich. Fabienne Steffens glänzte in den vergangenen Jahren durch ihren Trainingsfleiß und ging in der Folge in diesem Jahr sogar als Nummer 1 der Setzliste in das Turnier. Die Karten werden also neu gemischt und Fabienne Steffens dürfte für eine gelungene Revanche und den Stadtmeisterschaften alles in die Waagschale werfen. Doch auch mit Marie Broscheit ist zu rechnen. Nach der knappen Finalniederlage beim Heimturnier in 2019 zeigt ihre Formkurve nach einem etwas holprigen Turnierstart spätestens nach dem Halbfinale wieder nach oben. Gerade im zweiten Satz gegen Ilka Walther zeigte sie bereits eine titelreife Vorstellung. 

Herren 40: Drittes Endspiel zwischen Michael Altmann und Manuel Pfeiffer

Michael Altmann stellt sich der Herausforderung gegen Manuel Pfeiffer.

Manuel Pfeiffer – Michael Altmann
(Sonntag, 12 Uhr)

Im Endspiel stehen wie schon 2018 und 2019 mit Manuel Pfeffer (TC Waldhof) und Michael Altmann (TC Eigen-Stadtwald) die beiden Topgesetzten im Feld der Herren 40. Vor drei Jahren setzte sich Pfeiffer deutlich durch, im vergangenen Jahr musste der Regionalligaspieler des TC Waldhof aus gesundheitlichen Gründen passen. Vor der Neuauflage droht nun Michael Altmann ein Handicap. Er ist am Samstag noch in einem Nachholspiel mit den Herren 40 des TC Eigen-Stadtwald gefordert. Ersatz war nicht zu finden und so stellt sich der Leistungssträger der Doppelbelastung. "Ich bin gespannt, wie ich meinen alten Körper nach dem Medenspiel in Bewegung kriege", blickt Altmann dem Finale mit einem Augenzwinkern entgegen. Den Finaleinzug hatten beide Protagonisten nahezu im Gleichschritt perfekt gemacht. Nach lockeren Auftaktsiegen mussten sich beide in den Halbfinals jeweils im zweiten Satz ordentlich strecken. Während Manuel Pfeiffer sein Finalticket mit einem 6:1, 7:5 über Fabian Mies buchte, gewann Michael Altmann gegen seinen Teamkollegen Volker Schüppel nach einer glänzenden Aufholjagd mit 6:3 und 7:6.

Herren 40 B: Kaschek fordert den Favoriten

Markus Kaschek – Matthias Ebing
(Samstag, 10 Uhr)

Die insgesamt 13 Meldungen unterstreichen, dass die Einführung der B-Konkurrenz auch in dieser Altersklasse eine sinnvolle Idee der Turnierplaner gewesen ist. Markus Kaschek (VfL Grafenwald) spielte sich als Ungesetzter mit gleich drei Siegen in das Endspiel, wobei er im Viertelfinale von der Aufgabe seines Kontrahenten profitierte, um sich dann im Halbfinale mit einer tadellosen Leistung den Platz im Endspiel zu verdienen. Matthias Ebing (TC Feldhausen) war es derweil, der den Siegeszug von Badminton-Ass Andreas Muralter im Halbfinale beendete. Mit Blick auf die LK und als Nummer 2 der Setzliste geht er auch als Favorit in das Finale, in dem sich zwei Feuerwehrmänner gegenüberstehen.

Damen 40 B: Wer wird die dritte Siegerin?

Anja Ptak – Susanne Rottmann
(Samstag, 14 Uhr)

Zum dritten Mal wird in der B-Konkurrenz der Damen 40 ein Titel vergeben. Gemeldet hatten zehn Spielerinnen. Gesucht wird nun die Nachfolgerin von Christiane Winge-Amft (2018) und Karin Schade (2019). Es bewerben sich Anja Ptak (TC Blau-Gelb Eigen) und Susanne Rottmann (TC VfB Kirchhellen), die ihre Halbfinals jeweils erst im Match-Tiebreak für sich entscheiden konnten.

Herren 50: Wer schnappt sich den Einzeltitel?

Ralph Tytko – Dragan Simic
(Sonntag, 10 Uhr)

Ralph Tytko (TC Waldhof) und Dragan Simic (TC Eigen-Stadtwald) sind zwei etablierte Namen in der Bottroper Tennisszene, beide zählen seit Jahrzehnten zum festen Inventar der Stadtmeisterschaften und zu den Leistungsträgern in ihren Clubs. Doch ein Einzeltitel bei den Stadtmeisterschaften fehlt beiden Protagonisten noch in der eigenen Tennis-Vita. Das wird sich am Sonntag ändern und verleiht dem Finale bei den Herren 50 einen besonderen Reiz.

Herren 50 B: Duell der Topgesetzten

Thilo Rörtgen – Samuel Horvat
(Samstag, 16 Uhr)

Die Premiere im Feld der Herren 50 B gewann bei der vergangenen Auflage Matthias Kramer. Der Titelverteidiger war diesmal nicht am Start, insgesamt gingen dennoch stolze 15 Meldungen ein. Im Finale stehen mit Thilo Rörtgen (TC Blau-Gelb Eigen) und Samuel Horvat (TC Waldhof) die Nummer 1 und 2 der Setzliste.

Herren 55: Scholz und Moß wollen die Chance nutzen

Ralf Scholz - Hermann Moß
(Samstag, 14 Uhr)

Mit Peter Beautemps, Michael Amft und Dirk Bugdoll mussten im Turnierverlauf gleich drei gesetzte Spieler im Feld der Herren 55 ihrem Körper Tribut zollen. Nutznießer sind Hermann Moß (TC Heide) und Ralf Scholz (VfL Grafenwald). Der Abteilungsleiter vom Sensenfeld ist neu in dieser Altersklasse und schielt gegen Hermann Moß, der 2015 bei den 50ern gewann, auf seinen ersten Einzeltitel.

Herren 65: Späte Meldung, großer Erfolg

Dietmar Stratmann – Miguel Martin-Pelegrina
(Sonntag, 10 Uhr)

Mit seiner bisherigen Saison war Dietmar Stratmann (TC Blau-Gelb Eigen) an und für sich nicht zufrieden. Erst kurz vor Ablauf der Meldefrist entschied er sich überhaupt für die Teilnahme an den diesjährigen Titelkämpfen. Für den Topgesetzten folgten ein Zwei-Satz-Sieg über Manfred Cordell, die verletzungsbedingte Aufgabe von Gerhard Schmidt im Viertelfinale und schließlich ein umkämpfter Erfolg über Dieter Mathiszik im Match-Tiebreak. Nun folgt das Finale gegen den Teamkollegen Miguel Martin-Pelegrina, der sich erstmals in dieser Altersklasse versuchen darf und sich sein Endspiel mit dem Erfolg über den 15 Jahre älteren Werner Ridder verdiente, wobei sich der Altmeister im Halbfinale am Freitagnachmittag einmal mehr den größten Respekt der Zuschauer und Teilnehmer verdiente.

Die Finalspiele im Doppel und Mixed

Herren A: Stimmungsmacher für die Players-Party

Möller/Müller – Möllers/Lindner o. Steffen/Steffen
(Samstag, 16 Uhr)

Zwei gemeinsame Titel haben Jan-Rudolf Möller und Christian Müller im Doppel bereits geholt. In der Night-Session am Donnerstag geriet das Projekt Titelverteidigung erstmalig in Gefahr, mit einem 7:6, 7:6-Erfolg zogen die Routiniers gegen Hagen Koppenborg und Jan Mirau so gerade noch einmal den Kopf aus der Schlinge. Im Endspiel dürfte es nicht leichter werden, wobei die Gegner erst am Samstagvormittag ermittelt werden, wenn Kim Möllers und Niklas Lindner gegen die Steffen-Brüder antreten. Geplant ist das Finale als Stimmungsmacher für die Players-Party am Samstagabend.

Damen A: Duell der Teamkolleginnen

Hamel/Lazareck – Loipfinger/Zietlow
(Sonntag, 14 Uhr)

Wie schon vor zwei Jahren sind die Damen des TV Blau-Weiß Bottrop im Doppelfinale unter sich. Unmittelbar im Anschluss an das Einzelfinale geht es um den Titel, wenn Wiebke Hamel und Julia Lazareck versuchen werden, sich für die Finalniederlage von 2019 gegen Paulina Loipfinger und Katharina Zietlow zu revanchieren.

Herren B: Himmel gegen Heide

Sauerbach/Feldkamp – Noll/Katsamakidis
(Samstag, 14 Uhr)

Mit Christoph Feldkamp und Oliver Sauerbach hat es eine Paarung des KTC In Himmel in das Finale geschafft. Mit Thomas Noll und Vassillios Katsamakidis wartet nun allerdings ein harter Brocken, denn die Kombination des TC Heide gab in den bisherigen vier Matches gerade einmal sechs Spiele verloren.

Damen B: Topgesetzte als Außenseiterinnen

Julia Mohr (l.) und Ilka Walther legten drei starke Auftritte hin.

Möller/Müller – Mohr/Walther
(Sonntag, 12 Uhr)

Julia Mohr und Ilka Walther (TC Eigen-Stadtwald) sind zwar in der Doppel-Konkurrenz der Damen B nicht gesetzt, haben nach drei überzeugenden Auftritten inklusive des Halbfinalsieges über die Titelverteidigerinnen jedoch auch im Finale die Favoritenrolle inne. Gefunden hatte sich die erfolgreiche Paarung dabei erst zum Ende der Medenspiele. Katja Müller und Nadine Möller aus dem Lager des TC Waldhof sind dagegen ein eingespieltes Duo und konnten beide schon jeweils zweimal mit anderen Partnerinnen den Titel der Doppel-Konkurrenz gewinnen. Diesmal soll es gemeinsam klappen.

Herren 30: Überraschungsfinalisten aus Kirchhellen

Altmann/Bannasch – Berghof/Jargon
(Sonntag, 10 Uhr)

Sebastian Berghof und Zacharias Jargon vom TC VfB Kirchhellen zählen sicherlich zu den Überraschungen des Turniers. Nach ihrem Marathon-Sieg im Viertelfinale rangen sie im Halbfinale auch die favorisierten Lars Frieg und Andreas Gries mit 6:4 und 6:2 nieder. Nun folgt im Finale das Bonusspiel gegen Michael Altmann und Jürgen Bannasch.

Herren 50: Mike und Mike im Finale

Dierig/Schön - Moß/Rozek
(Samstag, 16 Uhr)

Die Meldung von Mike Dierig und Michael Schön gehörte zu den schnellsten der diesjährigen Turnierauflage. Die Entscheidung für die Teilnahme hat sich mit dem Finaleinzug gelohnt. Nun geht es im Endspiel gegen Hermann Moß und Volker Rozek um den Titel, die sich am Freitagabend gegen Christian Kochmann und Matthias Kramer behaupteten.

Herren 60: Grafenwald gegen Waldfriede

Schmidt/van Ellen - Behler/Mathiszik
(Samstag, 12 Uhr)

Im Doppel der Herren 60 kommt es zum Duell zwischen Grafenwald und Waldfriede. Volker Schmidt und Freimuth van Ellen spielten sich mit drei Siegen in das Endspiel, in der unteren Hälfte des Tableaus konnten sich die an zwei gesetzten Raimund Behler und Dieter Mathiszik mit zwei Zwei-Satz-Siegen durchsetzen.

Mixed A: Jubel-Choreo im Halbfinale

Alexandra und Manuel Pfeiffer nutzten die Gunst der Stunde.

Pfeiffer/Pfeiffer – Alfs/Möllers
(Sonntag, 10 Uhr)

Nach dem Rückzug von Sarah Krohnen-Dauser und Valentin Drees war der Weg frei für Alexandra und Manuel Pfeiffer und die Mixed-Debütanten nutzten im Halbfinale die Gunst der Stunde. Mit einem 6:4, 6:4-Erfolg über Maren Müller und Hendrik Hürter buchten sie das Endspielticket und feierten das mit einer ganz besonderen Jubel-Choreografie. Im Endspiel könnte die Hürde nun allerdings nicht höher sein. Katharina Alfs und Kim Möllers sind angetreten, um den Titel für den TC Blau-Gelb Eigen zu holen.

Mixed 50:

Dierig/Dierig - Banaszak/Steede o. Tytko/Loipfinger
(Sonntag, 12 Uhr)

Susanne und Mike Dierig haben sich mit zwei Siegen das Finalticket verdient, ihre Gegner werden erst am Samstagmorgen ermittelt, wenn Ralf Banaszak und Sylke Steede auf Ralph Tytko und Maren Loipfinger treffen.

Texte: Henning Wiegert

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