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Das Wunder von Rawa

Die Herren des TC Waldhof drehen zum Auftakt einen 2:4-Rückstand

Gleich am ersten Spieltag gab es alles Grund zum Jubel im Lager des TC Waldhof. Die neue 1. Mannschaft ging beim TC RAWA II nach einem 2:4-Rückstand noch als Sieger vom Feld und auch die Damen starteten mit einem wichtigen Sieg gegen Adler Frintrop. Überzeugend fiel auch der Auftritt der Herren 30 II aus.

Neues Outfit, neue Liga und immer wieder Stauder.

TC RAWA II – Herren I 4:5
(Bezirksklasse B)

Kann eine Saison schöner beginnen? Nach einem 2:4-Rückstand ging die 1. Mannschaft beim selbsternannten „geilsten Club der Welt“ dank brutaler Nervenstärke in den Doppeln noch mit 5:4 als Sieger vom Platz. Der Jubel fiel entsprechend groß aus, ein dreistelliger Betrag für Kaltgetränke floss anschließend in die Kassen der Essener Clubgastronomie. „Ein gutes Invest in einen erfolgreichen Tag“, so das einstimmige Fazit nach Einbruch der Dunkelheit am Sonntagabend.

Dabei waren die Waldhöfer zunächst ohne Erwartungen nach Haarzopf gereist, denn die Meldeliste der Gastgeber deutete auf einen übermächtigen Kontrahenten hin. Der Kern der Truppe erwies sich dann jedoch als ein Gegner auf Augenhöhe. Erfolgreich waren allerdings nur Fabian Fischlein (6:4, 6:3) und Julian Fischer (6:2, 6:0), die in ihren Duellen nichts anbrennen ließen. Alexander Banaszak (1:6, 1:6) und Marco Lornatus (3:6, 6:7) fanden dagegen in ihren Kontrahenten ihre Meister. Frederic Evers (3:6, 6:2, 7:10) und Henning Wiegert (6:1, 0:6, 6:10) ebneten mit ihren knappen Niederlagen im Match-Tiebreak zum 2:4-Rückstand den Weg für das furiose Finale.

Der Kapitän unterstrich Kellner-Qualitäten.

Hatte man es vor den Einzeln noch mit „Spezi-Doping“ und frischem Obst aus der Tupperdose versucht, stieg man vor den Doppeln auf konventionelle Kaltgetränke um und lieferte sich anschließend eine packende Nervenschlacht. Die drohte allerdings zunächst in einem Desaster zu enden, denn ausgerechnet im dritten Doppel erwischten Fabian Fischlein und Marco Lornatus gegen das Essener Kinder-Doppel einen Fehlstart aus dem Lehrbuch. Erst beim Stand von 1:6 und 1:4 sowie dem Hinweis „Bier gibbet erst wieder, wenn ihr führt“ wendete sich das Blatt. In Rekordzeit drehten Fischlein/Lornatus das Match zum 1:6, 6:4, 10:6-Erfolg und dem 3:4-Anschlusspunkt. Währenddessen lieferten sich Frederic Evers und Julian Fischer in der entscheidenden Phase des zweiten Satzes hochklassige und ebenso emotionale Ballwechsel mit der Nummer 1 und 4 der Essener. Das Ergebnis: 6:4 und 7:6 – der Ausgleich war geschafft. Es oblag also dem vor Selbstvertrauen strotzendem Alexander Banaszak („Wir drehen das noch“) und Team-Mäzen Philipp Trimborn das Wunder perfekt zu machen. Und das Duo wähnte sich auf einem guten Weg, führte zu diesem Zeitpunkt mit 7:6 und 5:4 bei eigenem Aufschlag. Was dann folgte war nicht nur eine Achterbahn der Gefühle, sondern auch der Verlust von Aufschlagspiel, Satz-Tiebreak und beinahe auch Match-Tiebreak. Die Gastgeber übernahmen die emotionale und spielerische Oberhand und führten plötzlich mit 9:5. Doch kein Happy End? Weit gefehlt: Den vierten Matchball wehrten die Essener selbst mit einem Doppelfehler ab, zwei Ballwechsel später vollendete Alex Banaszak einen Volley zum lautstark bejubelten 11:9 und damit zum 5:4-Matchgewinn. Besser kann eine Saison nicht beginnen.

Anne Koch fuhr ihren Einzelpunkt im Schnelldurchgang ein.

Damen I – DJK Adler Frintrop 6:3
(Bezirksliga)

Die „Hotten Totten“ sicherten sich gegen Frintrop den ersten Punkt auf dem Weg zum Klassenerhalt und revanchierten sich gleichzeitig für die bittere 4:5-Niederlage aus dem Vorjahr. Den Grundstein zum Sieg legten Lisa Schmitke (6:1, 6:4), Anne Koch (6:0, 6:1) und Nicola Senft (6:1, 6:2) mit ihren souveränen Siegen, für die Vorentscheidung sorgte dann Sarah Fries. Die Kapitänin fightete sich nach verlorenem ersten Satz eindrucksvoll zurück ins Match und brachte erst den Satz- und dann auch den Match-Tiebreak zur 4:2-Führung nach Hause. Lisa Schmitke und Anne Koch sorgten dann im zweiten Doppel im Schnelldurchgang (6:2, 6:1) dafür, dass die Punkte am Quellenbusch blieben, ehe Sarah Fries und Kristian Rotter sogar noch für den 6:3-Endstand sorgten. Schon am Donnerstag geht es für die Bezirksliga-Damen auf eigener Anlage weiter, dann steht ab 10 Uhr das Duell mit dem TC RAWA II auf dem Spielplan.

PSV Essen – Damen II 5:4
(Bezirksklasse A)

Eine ärgerliche Auftaktniederlage musste die zweite Damenmannschaft hinnehmen. Die Siege von Anita Salden-Dierichs, Julia Hüsken und Ines Sünderkamp an den Positionen vier bis sechs reichten am Ende nicht. Es war allerdings denkbar knapp, denn im entscheidenden Doppel hatten Kerstin Nutt und Anita Salden-Dierichs mit 7:10 im Match-Tiebreak das Nachsehen.

Herren 30 II – TV Eintracht-Frohnhausen 9:0
(Bezirksklasse A)

Angeführt von „Neuzugang“ Tim Rotter setzte die Herren 30 II auch in der BK A ihren Siegeszug fort. Gegen fünf Gästespieler aus Frohnhausen gewannen neben Rotter auch Philipp Jordan, Martin Abt, Christopher Floegel und Andreas Gries ihre Einzel in zwei Sätzen und auch die Doppel gingen alle an die Gastgeber. Der 9:0-Erfolg ist damit ein klares Statement in Richtung der Konkurrenz.

SV Schonnebeck – Herren 40 II 5:4
(Bezirksklasse B)

Zwar gewannen die Herren 40 II zwei der drei Duelle im Match-Tiebreak, doch da nur Dirk Hanna einen Zwei-Satz-Erfolg verbuchen konnte, ging es nur mit einem 3:3 in die Doppel. In selbigen waren die Gastgeber dann einfach besser, sodass die Punkte in Essen blieben.

Herren 50 – TV Blau-Weiß Bottrop 0:9
(Bezirksliga)

Gegen den Verbandsligaabsteiger und hochkarätig besetzten Ligafavoriten um Alexander Loipfinger und Bezirksmeister Peter Beautemps hatten die 50er nichts zu melden. Für sie beginnt die Saison erst am zweiten Spieltag so richtig.

Regional- und Verbandsliga: Auch Herren 55 schaffen das Wunder

Texte: TC Waldhof

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