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Klassenkampf und positiver Betriebsunfall

Licht und Schatten gab es am Wochenende bei FA 79. Während die erste Herrenmannschaft weiterhin um den Verbleib in der Bezirksklasse B kämpft, sicherten sich die Herren 55 vorzeitig und völlig überraschend den Aufstieg in die Bezirksliga. Auch die Herren II fuhren am Sonntag einen Sieg ein.

Die Herren 55 machten die Überraschnung perfekt. Sie steigen in die Bezirksliga auf!

Die Herren des FA 79 können sich in der Bezirksklasse B weiter Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen. Zwar unterlag man am Wochenende dem TC Altenessen mit 1:8 (0:6), doch konnte vorher im Kellerduell Adler Frintrop mit 5:4 (3:3) besiegt und vorzeitig in die Bezirksklasse C geschickt werden. Jetzt geht es in der letzten Partie beim TC Schellenberg am Sonntag im Abstiegsendspiel um den letzten Nichtabstiegsplatz. Der Verlierer wird in der nächsten Saison eine Etage tiefer aufschlagen müssen.

DJK Adler Frintrop – Herren I 4:5 (3:3)
(BK B, Gr. C)

Da die Partie witterungsbedingt auf Fronleichnam verlegt werden musste und die Plätze der Essener allesamt belegt waren, ergab sich für die Erste von FA ein zusätzliches Heimspiel. „Das war vielleicht ein kleiner psychologischer Vorteil für uns, dass wir in diesem wichtigen Spiel zu Hause spielen konnten“, verriet FA-Mannschaftsführer Christian Gerbholz.

Doch die Begegnung gestaltete sich für die Bottroper dann doch enger als erwartet. In der ersten Runde schaffte es lediglich Florian Migeod (4) für FA zu punkten. Er setzte sich glatt mit 6:2 und 6:4 durch und feierte damit seinen ersten Saisonsieg. Klaus Oehlert (2) hatte dagegen trotz einer wie immer tollen kämpferischen Einstellung das Nachsehen. An Position sechs sah es zunächst nach dem nächsten wichtigen FA-Punkt aus. Doch Jörg Sobotta verlor nach gewonnenem ersten Satz (6:3) den Faden, kämpfte sich zurück, verlor den zweiten Durchgang aber nach einem späten Break unglücklich (5:7). Im Match-Tie-Break zeigte er trotz einer zwischenzeitlichen 7:4-Führung Nerven und vergab die Chance zur 2:1-Führung nach der ersten Runde.

So stieg der Druck für Christian Gerbholz (1) Björn Sjöberg (3) und Christian Latka (5). Gerbholz kämpfte sich nach verlorenem Ersten (1:6) in die Partie, gewann Satz zwei mit 6:4 und sorgte nach erfolgreichem Match-Tie-Break für Jubel über den 2:2-Ausgleich. Björn Sjöberg hielt im ersten Satz gegen Matthias Kelemen gut mit, war aber in den entscheidenden Situationen zu hektisch – 4:6. Danach lief beim Bottroper nichts mehr und so musste er seinem Gegner ohne eigenen Spielgewinn im zweiten Satz zum Sieg gratulieren. Nun musste Christian Latka sein Match unbedingt gewinnen, um eine Vorentscheidung für die Essener zu vermeiden. Im ersten Satz erledigte er diese Aufgabe mit 6:0 auch sehr gut, allerdings verlor er im zweiten Durchgang die Konzentration, leistete sich zu viele Fehler und musste nach dem 4:6 noch einmal nachsitzen. Im Tie-Break behielt er aber die Nerven und rettete FA mit dem Punkt zum 3:3 in die Doppel.

Hier wählten die Bottroper die richtige Taktik. Zwar verloren Oehlert/Sjöberg im ersten Doppel in zwei Sätzen, doch das „Norderney-Doppel“, wie Latka/Sobotta wegen ihre letzten Urlaubs neuerdings vereinsintern genannt werden, konnte mit etwas Mühe ebenfalls in zwei Sätzen ausgleichen. So folgte der Showdown im zweiten Doppel. Gerbholz/Migeod harmonierten gut und sicherten sich Satz eins mit 6:4. Auch danach hielten sie das Match offen, vergaben aber die Entscheidung im Tie-Break. Dass sie es besser können, bewiesen sie im alles entscheidenden Match-Tie-Break, den sie deutlich gewinnen konnten und somit für Jubel bei FA über den ersten Saisonsieg sorgten. „Der Sieg war enorm wichtig. Nicht nur für unsere Chancen auf den Klassenerhalt, sondern auch für die Moral. Jetzt brauchen wir noch einen Sieg aus den nächsten beiden Spielen, damit wir unser Ziel, den Klassenerhalt, erreichen“, resümierte FA-Captain Christian Gerbholz.

Herren I – TC Altenessen 1:8 (0:6)
(BK B, Gr. C)

Nach dem packenden 5:4-Krimi gegen Adler Frintrop mussten die ersten Herren von der Vonderbergstraße nach nur einem Tag Regeneration die nächste schwere Aufgabe zu Hause angehen. Mit einem Sieg hätte das Team den Klassenerhalt vorzeitig sicher stellen können, allerdings wirkten die Vonderorter nicht frisch und lagen bereits nach den Einzeln 0:6 zurück. Florian Migeod (4) und Jörg Sobotta (6) waren dem Punktgewinn noch am nächsten. Sie mussten sich erst im Match-Tie-Break geschlagen geben. Hier zeigte sich wieder einmal die größte Schwäche von FA in dieser Saison, die bereits häufig den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachte. „Wir sind in den entscheidenden Situationen einfach zu hektisch und machen zu viele einfache Fehler. Zusätzlich fehlt manchmal die nötige Nervenstärke, die man einfach im Match-Tie-Break braucht“, analysiert Vize-Captain Christian Latka. Das belegt auch die Statistik. Von bisher zwölf Match-Tie-Breaks in dieser Saison konnten lediglich vier gewonnen werden. „Wir haben die drei Spiele, zu hoch verloren. So viel schlechter, wie die Ergebnisse es zeigen, waren wir nicht. Wir konnten mithalten, aber davon haben wir am Ende auch nichts“, so Latka weiter.

Und auch die Doppel liefen in den gewohnten, unerfreulichen Bahnen. Während Oehlert/Sjöberg im ersten Doppel gut mitspielten, aber letztlich glücklos blieben, scheiterten Gerbholz/Migeod in Doppel zwei nach souveränem ersten Satz (6:1) im finalen Tie-Break. Für den Ehrenpunkt sorgte das „Norderney-Doppel“ Latka/Sobotta. Nach 1:4-Rückstand im Match-Tie-Break schafften sie die Wende und holten neun Punkte in Folge. „Mit dem Ergebnis sind wir natürlich nicht zufrieden. Aber wir müssen jetzt nach vorne gucken. Wir haben in Schellenberg unser Endspiel um den Klassenerhalt. Wir wissen, dass wir gegen diesen Gegner gewinnen müssen. Positiv ist, dass wir alles selbst in der Hand haben“, wirft „Capitano“ Christian Gerbholz einen Blick voraus auf die kommende entscheidende Begegnung.

Herren 55 – TV Rellinghausen II 5:4 (3:3)
(BK A, Gr. A)

Die Herren 55 des FA 79 bleiben in der Bezirksklasse A weiterhin ungeschlagen. Mit einem 5:4-Sieg zu Hause bleibt das Team um Captain Gerd Weber auch nach dem vierten Spieltag souverän an der Tabellenspitze.

Dabei sah es zunächst gar nicht rosig aus für das Team aus Vonderort. Karl-Heinz Schäfer (1), Gerd Weber (2) und Peter Hentschel (4) mussten sich in ihren Einzeln glatt in zwei Sätzen geschlagen geben, bevor Norbert Kruggel (3) und Reinhold Wilting (6) durch ihre Zwei-Satz-Siege den Anschluss für FA schafften. Nun richteten sich alle Blicke auf das letzte Einzel, das Werner Kellner (5) gegen Alfred Hünemeier bestritt. Auch hier sprach zunächst alles für einen Gästeerfolg, denn der erste Satz ging mit 6:2 klar an den Essener. Doch nach anfänglichem Rückstand und Problemen in Durchgang zwei biss sich Kellner ins Match zurück und rettete sich in den Tie-Break, den er zur Freude seiner Mannschaft für sich entscheiden konnte. Durch das Erfolgserlebnis beflügelt, zeigte sich der Bottroper im folgenden Match-Tie-Break souverän und sicherte FA den wichtigen Punkt zum 3:3-Ausgleich.

Nun mussten die Doppel die Entscheidung bringen. Auch hier schienen die Männer von FA ein gutes Näschen für die richtige Strategie entwickelt zu haben. Zwar mussten sich Gerd Weber und Werner Kellner im ersten Doppel klar geschlagen geben, allerdings gingen Doppel zwei, Karl-Heinz Schäfer und Jürgen Rauner, und Doppel drei, Norbert Kruggel und Peter Hentschel deutlich an die Gastgeber, die sich somit den dritten 5:4-Sieg im vierten Spiel sicherten.

TIG Oststadt – Herren 55 2:7 (1:5)
(BK A, Gr. A)

Feierstimmung bei den Herren 55 des FA 79. Nach dem deutlichen 7:2-Auswärtserfolg drang die Nachricht über die gleichzeitige Niederlage der Konkurrenz schnell zum Team durch, das sich somit vorzeitig den Aufstieg in die Bezirksliga sichern konnte.„Das ist für uns ein toller Erfolg. Wir haben ja vor der Saison nicht an den Aufstieg gedacht. Jetzt nehmen wir das alles natürlich gerne mit und freuen uns auf die nächste Saison, auch, wenn es bestimmt nicht einfach wird“, freute sich Mannschaftsführer Gerd Weber.

Zuvor hatte sich sein Team gegen ersatzgeschwächte Gastgeber den fünften Sieg im fünften Spiel gesichert. Bereits nach den Einzeln hatten sich die Bottroper durch klare Zwei-Satz-Erfolge von Karl-Heinz Schäfer (1), Gerd Weber (2), Peter Hentschel (4), und Werner Kellner (5) souverän die Führung gesichert. Da die Essener nur zu fünft angetreten waren, ging der letzte und entscheidende Punkt kampflos an Jürgen Rauner (6). In den abschließenden Doppeln sorgten dann Karl-Heinz Schäfer und Hardy Hübbertz noch einmal für Freude auf Seiten der Gäste. Im letzten Saisonspiel am 23. Juni zu Hause an der Vonderbergstraße gegen den TC GW Schönebeck geht es nun für die 55er darum, ihre Weiße Weste zu behalten, um dann den Aufstieg nach FA-Manier gebührend feiern zu können.

Herren II – TV Eintracht Frohnhausen 6:3
(BK C, Gr. B)

Auch von der ersten Saisonniederlage an Fronleichnam beim TV Kray (1:8) ließ sich die Zweitvertretung von FA 79 Bottrop nicht aus der Erfolgsspur werfen. Am Sonntag zeigte sich das Team wieder von seiner besten Seite und lag bereits nach den Einzeln mit 4:2 Punkten vorne. Mitentscheidend war, dass sowohl Frederic Uschmann an Position vier als auch Philipp Hartwig an fünf gute Nerven bewiesen und ihre knappen Duelle jeweils im Match-Tie-Break gewannen. In der anschließenden Doppelrunde zeigten sich vor allem Thol/Kramer wieder als perfekt eingespieltes Duo und holten den entscheidenden fünften Punkt für FA (6:1, 6:2), dem Bialowons/Uschmann noch ein knappes 7:5/7:6 zum deutlichen 6:3-Gesamtsieg folgen ließen.

Mit ihrem dritten Erfolg hat die Mannschaft von der Vonderbergstraße Platz drei in der Bezirksklasse C vor dem letzten Saisonspiel bereits sicher. Am Sonntag (9 Uhr) erwartet die Bottroper - wegen eines Heimrechttausches erneut auf eigenem Platz - mit dem TC Essen-Süd allerdings eine ganz harte Nuss: Der Tabellenführer hat bisher alle seine vier Partien souverän für sich entschieden.

Text: FA 79

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