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Doppelfinals schreiben Geschichte

In 12 Doppel- und Mixedkonkurrenzen wurden die Titel vergeben

Die Tatsache, dass gleich drei Doppel-Titel bei den Tennis-Stadtmeisterschaften kampflos vergeben wurden, trübte ein wenig die Stimmung, gleichzeitig wurden in den Finalduellen einmal mehr aber auch tolle Geschichten geschrieben. Jens Stadtmann trug sich auch 50 Jahre nach seinem ersten Erfolg bei den Stadtmeisterschaften wieder in die Siegerlisten ein und zahlreiche andere Akteure erweiterten ihre eindrucksvolle Titelsammlung.

Damen A: Fünfter Doppeltitel für Hamel/Lazareck

Wiebke Hamel bewies am Netz immer wieder ein gutes Händchen. Foto: S. Lindemann

Hamel/Lazareck – Dierig/Loipfinger 6:1, 6:1

In den vergangenen beiden Jahren ging der Doppeltitel in der offenen Damenklasse jeweils kampflos an Wiebke Hamel und Julia Lazareck, diesmal stellten sich Susanne Dierig und Maren Loipfinger vom VfL Grafenwald den Spielerinnen des TV Blau-Weiß. Das Duell war am Ende eine klare Angelegenheit. Mit einem 6:1, 6:1-Erfolg sicherten sich Hamel/Lazareck bereits ihren fünften gemeinsamen Doppeltitel. "Wir freuen uns, dass wir uns den Titel diesmal durch einen sportlichen Erfolg sichern konnten", so Wiebke Hamel.

Herren A: Zehnter Doppeltitel für Christian Müller

Möller/Müller – Altug/Sprenger 6:4, 7:5

Für Christian Müller bedeutete der Erfolg im Herren-Doppel der offenen Klasse bereits den zehnten Titel in dieser Konkurrenz. Nach Siegen an der Seite von Carsten Lemke (2001), Henning Pauleck (2003, 2005), Matthias Hürter (2008) und Christian Schmitke (2012-2014, 2016, 2017) war er nun erstmals gemeinsam mit Jan-Rudolf Möller erfolgreich. Gegen Ufuk Altug und Tobias Sprenger aus den Reihen der Gastgeber mussten sich die beiden Waldhöfer aber mächtig strecken, ehe der 6:4, 7:5-Erfolg in trockenen Tüchern war.

Damen B: Nächster Titel für den TC Waldhof

Möller/Walenciak – Kierdorf/Steffens o. Spiel

Fünf Mal wurde der Doppeltitel bei den Damen B seit 2013 ausgespielt, stets setzte sich ein Duo des TC Waldhof durch. Vanessa Walenciak, die bereits zum dritten Mal ganz oben auf dem Podium stand, trug sich diesmal  gemeinsam mit Nadine Möller in die Siegerliste ein. Die beiden hatten allerdings leichtes Spiel, denn Emily Kierdorf und Fabienne Steffens (TV Blau-Weiß) konnten zum Finale nicht antreten, nachdem sie selbst im Halbfinale bereits von einer Absage profitiert hatten.

Herren B: Von der Couch zum Stadtmeistertitel

Daumen hoch zum Silberbarren: Frederic Evers (l.) und Robert Trimborn

Evers/Trimborn – Klähn/Migeod o. Spiel

Auch in B-Konkurrenz der Herren wurde der Titel kampflos vergeben. Frederic Evers und Robert Trimborn, dem drei Trainingseinheiten in den vergangenen zehn Jahren reichten, um in das Finale einzuziehen, profitierten von der Absage von Tobias Klähn und Florian Migeod. Die Vorjahressieger hatten in der Nacht zum Samstag krankheitsbedingt abgesagt. Ihre Titeltauglichkeit hatten Evers/Trimborn aber bereits im Turnierverlauf unter Beweis gestellt, nachdem sie u.a. im Halbfinale mit Christian Latka und Christian Gerbholz die beiden Topgesetzten klar geschlagen hatten.

Herren 40: Dritter Titel ohne Wert

Altmann/Bannasch - Simic/Siedlaczek ohne Spiel

Der dritte gemeinsame Doppeltitel von Michael Altmann und Jürgen Bannasch hatte keinen sportlichen Wert. Zwar gewann das Duo seine Viertelfinalbegegnung gegen Raab/Röhling in zwei Sätzen, alle weiteren Partien gingen jedoch kampflos an die Stadtwälder. Für das Finale hatten die Vereinskollegen Dragan Simic und Guido Siedlaczek passen müssen. Insgesamt fanden in der Doppelkonkurrenz der Herren 40 nur zwei der sieben angesetzten Matches statt.

Damen 50: Jubel bei Marlies Steinhaus und Heike Radon

Jubel bei Marlies Steinhaus (l.) und Heike Radon. Foto: S. Lindemann

Radon/Steinhaus – Breilmann/Waegemann 6:4, 6:4

In einem schönen und äußerst unterhaltsamen Doppelmatch holten Heike Radon und Marlies Steinhaus den Doppeltitel bei den Damen 50 für den TC Heide. Im Duell mit Elisabeth Breilmann und Ascension Waegemann vom TC VfB Kirchhellen schenkten sich beide Parteien nichts und feuerten sich immer wieder untereinander an. Die entscheidenden Punkte machten schließlich aber Radon/Steinhaus, die sich nach dem verwandelten Matchball glücklich in die Arme fielen.

Herren 50: Einzelgegner gewinnen gemeinsam

Radev/Amft - Rozek/Bugdoll 6:2, 6:2

"Wir hätten die Jungs gerne etwas mehr geärgert, aber das Spiel war schon ok", äußerte sich Volker Rozek nach dem Endspiel im Herren-Doppel 50. Michael Amft und Anton Radev, die sich im Einzelfinale noch gegenüber gestanden hatten, gingen gegen die Herausforderer des TV Blau-Weiß Bottrop mit einem klaren 6:2, 6:2-Erfolg vom Feld. Für den ehemaligen bulgarischen Davis-Cup-Spieler und den Präsidenten des TC Blau-Gelb Eigen war es der achte gemeinsame Doppeltitel.

Herren 60: Seit 50 Jahren in den Siegerlisten

Rüther/Stadtmann - Stratmann/Dohle 6:3, 6:2

Jens Stadtmann ist eine Institution im Bottroper Tennis. 1968 nahm er erstmals an den Tennis-Stadtmeisterschaften teil und sicherte sich damals gleich den Titelgewinn im Einzel der "Knaben". Und auch 50 Jahre später taucht der zweifache Titelträger in der offenen Klasse (1976, 1977) noch in den Siegerlisten auf. Im gemeinsamen Doppel mit Manfred Rüther setzte er sich mit 6:3 und 6:2 gegen Dietmar Stratmann und Ulrich Dohle vom TC Blau-Gelb Eigen durch und erweiterte seine Titelsammlung

Herren 70: Brackhagen und Sperling weiter erfolgreich

Brackhagen/Sperling - Ridder/Lassak 7:6, 6:3

Nichts neues im Herren-Doppel 70: Seit Einführung der Konkurrenz vor drei Jahren siegten hier stets Manfred Brackhagen und Rolf Sperling und daran änderte sich auch 2018 nichts. Das Erfolgsduo des TC Waldfriede setzte sich gegen Werner Ridder und Siegfried Lassak in einem engen Duell mit 7:6 und 6:3 durch.

Mixed A: Zweiter Titel für Sarah Krohnen-Dauser und Valentin Drees

Valentin Drees und Sarah Krohnen-Dauser (l.) sicherten sich auch 2018 den Mixed-Titel.

Krohnen-Dauser/Drees - Pfeiffer/Schmitke 6:2, 6:2

Auch 2018 nutzten Sarah Krohnen-Dauser und Valentin Drees wieder die Bühne der Bottroper Stadtmeisterschaften, um unter Wettkampfbedingungen im Mixed anzutreten. Die Regionalligaspielerin des Lintorfer TC und der Verbandsligaspieler des TK 78 Oberhausen sind seit knapp zwei Jahren in Bottrop beheimatet und fühlen sich auf der hiesiegen Tennisbühne offensichtlich wohl. Nachdem sie im Halbfinale Kim Möllers und Stefanie Winter im Match-Tiebreak besiegt hatten, kam es im Endspiel wie im Vorjahr zum Duell mit Lisa Schmitke, die diesmal allerdings nicht mit ihrem Bruder, sondern mit Manuel Pfeiffer in der Mixed-Konkurrenz antrat. Letztlich setzten sich die favorisierten Vorjahressieger, die insgesamt eine konstantere Leistung abriefen, verdient mit 6:2 und 6:2 durch und trugen sich zum zweiten Mal in Folge in die Siegerliste ein.

Mixed 40: Gute Stimmung im Endspiel

Altmann/Eulering - Schüppel/Loipfinger 6:2, 6:3

Auch Sandra Eulering (VfL Grafenwald) und Michael Altmann (TC Eigen-Stadtwald) wiederholten ihren Vorjahreserfolg. Den Erfolgsfaktor im Duell mit Volker Schüppel (TC Eigen-Stadtwald und Maren Loipfinger (VfL Grafenwald) hatte Michael Altmann derweil schnell identifiziert: "Ich habe Sandra noch nie so gut spielen sehen wie in den vergangenen zwei Wochen. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und ich glaube wir hätten alle vier gerne noch einen dritten und vierten Satz gespielt."

Mixed 60: Marlies Steinhaus gewinnt auch im Mixed

Steinhaus/Lattenkamp - Wedig/Bildstein 7:5, 7:5

Zum vierten Mal wurde auch im Mixed 60 ein Titel ausgespielt, 2018 ging der Sieg erstmals in das Lager des TC Heide. Marlies Steinhaus, die bereits die Doppel-Konkurrenz bei den Damen 55 mit Heike Radon für sich entschieden hatte, gewann an der Seite von Heinz Lattenkamp ihren zweiten Stadtmeistertitel. Die Fuhlenbrocker lieferten sich ein spannendes Duell mit Kosima Wedig und Werner Bildstein, in dem erst nach 7:5 und 7:5 die Sieger feststanden.

Texte: Henning Wiegert

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