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Tennisspektakel am Quellenbusch

Für den TC Waldhof war der Aufstiegskandidat aus Köln am Ende allerdings eine Nummer zu groß

Die Herren 30 des TC Waldhof mussten sich am Samstag in der Regionalliga West nicht überraschend dem Starensemble des Kölner THC geschlagen. Der Aufstiegsaspirant aus der Domstadt gewann mit 8:1, doch die Waldhöfer verkauften sich trotz der deutlichen Niederlage teuer.

Jan-Rudolf Möller (l.) lieferte sich mit dem Italiener Giulio de Meo ein spektakuläres Duell auf dem Centercourt.

TC Waldhof – Kölner THC 1:8
(Regionalliga West)

Im vergangenen Jahr waren die Waldhöfer nur zu fünft zum letzten Saisonspiel nach Köln gereist und verloren dennoch nur knapp mit 4:5. Daran erinnerten sich auch die Kölner offensichtlich, denn die schickten zur Neuauflage des Duells ihre Bestbesetzung an den Quellenbusch, gewillt die nächsten Zähler auf dem Weg zum Bundesligaaufstieg einzusammeln. Entsprechend schickten sie mit den Ex-Profis Guiseppe Menga (2006: ATP 432), Giulio Di Meo (2009: ATP 565) und Argentinier Daniel Carracciolo (2000: ATP 284) gleich drei Spitzenkräfte aus dem Ausland ins Rennen. Der TC Waldhof verzichtete unterdessen auf Unterstützung an den Spitzenpositionen und so deutete sich auf dem Papier eine einseitige Angelegenheit an.

Das Ergebnis bestätigte dies im Endeffekt, doch auf den Courts verkauften sich die Waldhöfer glänzend gegen das Kölner Starensemble. Das galt allen voran für Jan-Rudolf Möller, der gegen den Italiener Di Meo, der zuletzt sogar den Belgier Xavier Malisse geschlagen hatte, furios aufspielte und in einem spektakulären Match, das deutlich mehr Zuschauer verdient gehabt hätte, nur knapp mit 4:6 und 4:6 das Nachsehen hatte. Julian Schulte fügte sich auf dem Centercourt nahtlos an, verlor gegen Guiseppe Menga im Spitzeneinzel ebenfalls knapp mit 3:6 und 4:6. Schwer taten sich nur Christian Müller, der dem Argentinier Caracciolo mit 2:6 und 0:6 unterlag, sowie Bastian Muc, der sich dem bundesligaerfahrenen Philipp Born geschlagen geben musste (3:6, 1:6). Manuel Pfeiffer (6:2, 3:6, 4:10) und Peter Vogel (4:6, 5:7) verpassten dagegen nur knapp mögliche Einzelpunkte. Das 0:6 fiel dennoch deutlich aus und so einigten sich im Anschluss beide Teams auf einen 1:8-Endstand und verabschiedeten sich in den wohlverdienten Feierabend.

„Wir haben uns heute gegen den haushohen Favoriten trotz der deutlichen Niederlage gut verkauft und gute Spiele gezeigt. Damit sollten wir vorbereitet sein, wenn es in den kommenden zwei Wochen um den Klassenerhalt geht“, äußerte sich Jan-Rudolf Möller bereits mit Blick auf die entscheidenden Duelle auf eigener Anlage gegen Münster (23.06.) und in Alsdorf (30.06.).

Text: Henning Wiegert

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