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Waldhof siegt in einer epischen Schlacht

Die Herren 40 feiern einen 5:4-Erfolg über Bayer Leverkusen

Die Herren 40 des TC Waldhof feierten auf heimischer Anlage den zweiten Saisonsieg. Beim 5:4-Erfolg über den RTHC Bayer Leverkusen lieferten sich die Waldhöfer eine epische Schlacht, die an Spannung kaum zu überbieten war. Sieben Stunden lang duellierten sich die Kontrahenten auf Augenhöhe. Die Entscheidung fiel erst im letzten Duell des Tages im Match-Tiebreak.

Christian Schmitke siegte im Match-Tiebreak mit 10:2.

TC Waldhof – Bayer Leverkusen 5:4
(H40, Regionalliga)

Die Entscheidung gegen Bayer Leverkusen mit Xavier Malisse, Jeroen Masson und Dominique Coene gleich auf ein belgisches Spitzen-Trio zu setzen war die Richtige. Das lässt sich nach dem knappen 5:4-Erfolg festhalten. Denn der Gast aus dem Rheinland setzte erwartungsgemäß an den Toppositionen auf den Italiener Alessio Di Mauro (2007: ATP 68) und den Belgier Martijn Van Haasteren (2006: ATP 474) und erwies sich auch an den hinteren Positionen als außerordentlich spielstark. Anders hätten die Waldhöfer den Ausfall von Walter Treu, der an diesem Samstag seine Facharztprüfung absolvierte, wohl nicht kompensieren können.

Und dennoch drohte die Partie zunächst in einem Fiasko zu enden. Jeroen Masson, Jan-Rudolf Möller und Christian Schmitke verloren in der ersten Runde den ersten Satz jeweils mit 3:6, fanden erst im Anschluss besser in ihre Partien und sendeten somit wertvolle Lebenszeichen. Es war der Auftakt dramatischer Stunden am Quellenbusch. Jan-Rudolf Möller vergab zwei Satzbälle zum möglichen Ausgleich und unterlag mit 3:6 und 6:7. Jeroen Masson rettete sich zunächst souverän in den Match-Tiebreak, vergab dort jedoch einen Matchball und wenig später führte Leverkusen mit 2:0. Nur Christian Schmitke (3:6, 6:3, 10:2) gelang es, sich für seine Leistungssteigerung zu belohnen. Im Entscheidungssatz verkürzte der "Comebacker" auf 1:2.

Im zweiten Durchgang wahrte Xavier Malisse im Spitzeneinzel mit einem 6:3, 6:4-Erfolg über den Italiener Di Mauro seine weiße Weste am Quellenbuch, für Dominique Coene und Julian Schulte ging es dagegen in den Match-Tiebreak. Und während der Belgier das Nachsehen hatte (4:6, 6:3, 3:10), hielt Julian Schulte (6:7, 6:4, 10:2) seine Farben mit dem wichtigen Ausgleich zum 3:3 im Rennen.

In den Doppeln spitzte sich die Situation dann gegen 19.30 Uhr und nach über sechs Stunden Spielzeit endgültig zu. Xavier Malisse und Jan-Rudolf Möller hatten sich dem Leverkusener Spitzen-Duo mit 4:6 und 3:6 geschlagen geben müssen, Julian Schulte und Dominique Coene lösten ihre Aufgabe dagegen dank einer starken Leistung souverän mit 6:3 und 6:3. Parallel dazu hatten Christian Schmitke und Jeroen Masson auch den dritten Tiebreak des Tages aus Sicht des TC Waldhof verloren. Plötzlich lag eine ganz bittere Niederlage in der Luft. Doch dank einer fantastischen Vorstellung im zweiten Satz und Davis-Cup-Atmosphäre am Quellenbusch spielten sich die Waldhöfer mit einem 6:0-Satzerfolg in einen wahren Rausch, der erst beim Stand von 9:0 im Entscheidungssatz noch einmal für zwei Punkte unterbrochen wurden. Dann aber fand ein Aufschlag von Jeroen Masson seinen Weg ins Ziel und beendete einen epischen Tennistag zu Gunsten des TC Waldhof.

Das Sieger-Pils hatten sich die Waldhöfer verdient.

„Das war eine verdammt enge Kiste“, musste Jan-Rudolf Möller nach dem Matchgewinn erst einmal durchatmen. Die Erleichterung war dem Kapitän und seinen Mitspielern ins Gesicht geschrieben, wich aber sehr bald dem Gefühl der Ausgelassenheit beim verdienten Sieger-Pils. „Ich habe noch nie erlebt, dass ein Medenspiel über die volle Distanz von solch einer Spannung geprägt war“, gab auch Christian Müller einen Einblick in seine Gedankenwelt. Die Leverkusener traten nach der dritten Saisonniederlage dagegen frustriert die Heimreise an und verzichteten im Kollektiv auf das traditionelle Abschlussessen. Mit einer Niederlage in Bottrop hatten sie wohl nicht gerechnet. Den Waldhöfern schmeckte die Currywurst nach einem epischen Triumph dagegen umso besser.

Text: H. Wiegert

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