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Wimbledon gewinnt den Waldhof Grand Slam

Mit einem neuen Konzept für die Clubmeisterschaften sorgte der TC Waldhof kurz vor Saisonende für Begeisterung bei seinen Mitgliedern

Anfang September herrschte zwei Tage lang Ausnahmezustand auf der Tennisanlage am Quellenbusch. Bei der Premiere des "Waldhof Grand Slams" hätte die Stimmung kurz vor dem Ende der Sommersaison 2018 kaum besser sein können. Mit den modifizierten Clubmeisterschaften traf der TC Waldhof den Nerv seiner Mitglieder.

Gruppenbild nach den Endspielen beim Waldhof Grand Slam. Foto: TCW

Klassische Clubmeisterschaften gab es beim TC Waldhof schon seit vielen Jahren nicht mehr. Das Format mit K.o.-Modus hatte ausgedient, die Resonanz war längst nicht mehr der Rede wert. Was aber tun, um die Mitglieder auch abseits der Medenspiele zusammenzubringen? Manchmal hilft da der Blick über den Tellerrand und den wagte auch Jörg Banaszak. Seine Passion für das Golfspiel trieb den Vereinsvorsitzenden in diesem Jahr in die Arme des Ryder-Cups beim Golfclub Schwarze-Heide in Kirchhellen. Hier hatten die Vereinsmitglieder in vier Teams nach dem großen Vorbild des Wettbewerbs zwischen Europa und den USA ihre Meister ermittelt. Für Jörg Banaszak war dies auch die Geburtsstunde für den Waldhof Grand Slam.

Mit den vier Grand-Slam-Turnieren als Namensgeber für die vier Mannschaften und vier engagierten Teamkapitänen als Multiplikatoren entwickelte sich noch vor dem ersten Ballwechsel ein lebhafter Wettbewerb. Schließlich galt es für Sarah Fries (Team Wimbledon), Kosima Wedig (Team Roland Garros), Fabian Fischlein (Team Australien Open) und Mike Dierig (Team US Open) die Mitglieder zu akquirieren, um schlagfertige Teams auf die Beine zu stellen. Im Eiltempo waren 58 Teilnehmer gefunden. Das Besondere: Von der offenen Klasse über die Senioren, bis hin zu den Aktiven aus der Hobbyrunde fand sich ein buntes Teilnehmerfeld und dank der eigens kreierten „Waldhof-LK“ konnten dabei auch unterschiedliche Leistungsstärken berücksichtigt werden. Den Rest regelte drei Tage vor Turnierbeginn das „Captains-Meeting“ mit zeitgleichem Transfermarkt, das für eine ausgewogene Altersklassen- und Spielstärkenverteilung sorgte.

Auch die "Hotten Totten" durften beim Grand Slam natürlich nicht fehlen!

Als ein Schlüssel zum Erfolg der Veranstaltung entpuppte sich schließlich aber auch die Eigendynamik innerhalb der Teams: WhatsApp-Gruppen wurden gegründet, Mannschaftsoutfits kreiert, Fanutensilien gestaltet und Schlachtrufe entwickelt. Bereits bei den beiden Halbfinalspielen am Freitagnachmittag herrschte Stadionatmosphäre auf der Tennisanlage und die übertrug sich auch auf den Finaltag am Samstag mitsamt der anschließenden Saisonabschlussfeier. "Die Teammitglieder haben sich untereinander eindrucksvoll supported. Das war ein erstaunlicher Spirit", war Jörg Banaszak schnell begeistert.

Gespielt wurden pro Begegnung jeweils drei Damen- und Herreneinzel sowie anschließend ein Damen- und Herrendoppel sowie ein Mixed. Dass sowohl die beiden Halbfinals, als auch das Endspiel mit einem knappen 5:4 endete, unterstrich, dass die Kapitäne im Vorfeld ein gutes Händchen bewiesen hatte. „Unser System ist aufgegangen“, freute sich Jörg Banaszak, der bei der Siegerehrung den Wanderpokal schlussendlich an das Team Wimbledon überreichte. Doch Sieger waren beim Waldhof Grand Slam am Ende alle Teilnehmer, die ihren Teil zur erfolgreichen Turnierpremiere beigetragen hatten.

Ideengeber Jörg Banaszak zog entsprechend ein positives Fazit: „Unser Ziel war es, nicht nur Jung und Alt im Verein zusammenzubringen, sondern auch für einen Austausch unter den Mannschaften zu sorgen. Das hat hervorragend funktioniert. Alle waren mit Spaß, aber auch Ehrgeiz bei der Sache. Wir hatten zwei Tage lang eine tolle Atmosphäre. Das schreit also nach einer Neuauflage im kommenden Jahr.“

Text: TC Waldhof, Henning Wiegert

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