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Olympia überrascht erneut

Aufsteiger feiert den zweiten Sieg in der Verbandsliga

In der Tischtennis-Verbandsliga machte der DJK Olympia Bottrop den zweiten Saisonsieg perfekt. Der Aufsteiger gewann gegen Hamborn nicht unverdient mit 9:7. Derweil bleibt der TSSV Bottrop das Maß aller Dinge in der Liga, während der VfB Kirchhellen im Spitzenspiel verlor. In der Landesliga schwimmt der TTC 47 weiter auf der Erfolgswelle.

Verbandsliga: Kirchhellen unterliegt im Spitzenspiel

VfB Kirchhellen - Kempener LC 6:9
(Verbandsliga)

Eigentlich war alles angerichtet für das Verbandsligaspitzenspiel zwischen Kirchhellen und Kempen. Jedoch musste der VfB auf Rainer Blüm, Matthias Quibeldey und Sascha Schuster verzichten und holte sich Ersatz aus der Kreisliga, doch Dominik Blass schlug sich in seinem ersten „überkreislichen“ Spiel bravurös. Schon im Doppel hatte er mit Fabio Gossling nach gewonnenem ersten Satz den Sieg auf dem Schläger, doch einige unglückliche Bälle in den entscheidenden Momenten verhinderten den Erfolg. Gewohnt stark traten Lindemann/Mann auf, während Blies/Anton dem Angriffsdruck des gegnerischen oberen Paarkreuzes nicht gewachsen waren.

So ging es wie bisher in allen Spielen der Saison mit einem 1:2-Rückstand in die Einzel. Hier konnte Udo Lindemann seine Erfolgsbilanz weiter ausbauen, während Marius Mann das immer noch hohe Tempo seines Gegners Boris Rosenberg nicht über die volle Distanz mitgehen konnte. Der war immerhin Olympiateilnehmer, sechsmaliger sowjetischer Meister und Nationalspieler und spielte in der deutschen Bundesliga. Unwiderstehlich kämpfte wieder einmal André Blies seinen starken Gegner in fünf Sätzen nieder, während Fabio Gossling wie schon im letzten Spiel eine verheißungsvolle 2:0-Führung nicht in einen Sieg ummünzen konnte. Das war der Knackpunkt des gesamten Spiels, denn nun musste der VfB einem immer höheren Rückstand hinterherlaufen, auch wenn Reinhold Anton mit seiner besten Saisonleistung einen weiteren VfB-Punkt verbuchte. Nun kam es zum offenen Schlagabtausch der beiden ungeschlagenen Spitzenspieler Lindemann und Rosenberg. Immerhin zwang Lindemann seinen Kontrahenten in den fünften Satz, doch hier setzte sich der ehemalige Weltklassespieler schnell ab, sodass der Big Point verwehrt blieb. Trotz eines 4:8-Rückstandes gab sich der VfB noch nicht auf. Blies vollbrachte einen weiteren spektakulären Kraftakt und auch Gossling überzeugte nach anfänglichen Schwierigkeiten mit einem feinen Händchen. Die größte Sensation hatte jedoch der schon zuvor überzeugende Kreisligaspieler Dominik Blass auf dem Schläger. Beim Stande von 6:8 spielte er wie entfesselt, gab mit seinen klugen Vor- und Rückhandbällen, aber vor allem mit seinen Abwehrkünsten seinem Gegner größte Rätsel auf – und führte 2:0! Selbst im dritten Satz hielt er das Spiel bis in die Verlängerung offen und stand nur einen Ball vor der Sensation. Dass er am Ende doch noch verlor, soll die Leistung nicht schmälern, sondern dokumentiert den ausgezeichneten Kampfgeist des VfB, der gegen das Spitzenteam einen Punkt verdient gehabt hätte, so aber mit 6:9 das Nachsehen hatte.

BSV GW Wesel-Flüren - TSSV Bottrop 2:9
(Verbandsliga)

Auch vierten Saisonspiel war der TSSV Bottrop nicht zu bezwingen. Dass der Sieg in Wesel so deutlich ausfiel, war allerdings der Nervenstärke der Fuhlenrbrocker zu verdanken, die gleich sechs Partien im fünften Satz für sich entschieden. Dank der weißen Weste führt der TSSV die Tabelle vor dem Kempener LC an.

TTV Hamborn 2010 DJK - Olympia Bottrop 7:9
(Verbandsliga)

Den Boyer Tischtennisherren gelang in Hamborn die nächste Überraschung. Sie besiegten den TTV Hamborn 2010 mit 9:7 und meisterten dabei sogar die Herausforderung mit den ungewohnten Plastikbällen.

Nach spannenden Partien sorgten einmal mehr die Mackenberg-Zwillinge im Abschlussdoppel für die Entscheidung und den umjubelten Sieg. Nach der Begegnung meinte Marvin Mackenberg, der mit zwei Einzel- und zwei Doppelsiegen einen entscheidenden Beitrag zum Überraschungserfolg geliefert hatte: „Auch wenn es eine knappe Begegnung war, bei einem Satzverhältnis von 35:30 für uns war der Sieg nicht unverdient. Die Art und Weise, wie wir bei einem etablierten Verbandsligateam aufgetreten sind, hat Mut gemacht.“ Jörg Mackenberg kommentierte den spannenden Tischtennisnachmittag: „Wer sich unsere Spiele anschaut, muss Zeit und gute Nerven mitbringen. Klare Spiele ohne Nervenkitzel gibt es bei uns nicht. Das hat sich auch durch den Aufstieg nicht geändert.“

In der nächsten Woche tritt die DJK Olympia Bottrop dann in eigener Halle gegen den noch punktlosen BSV GW Wesel-Flüren an. Sollte auch dort ein Erfolg gelingen, könnte der Sicherheitsabstand zu den Abstiegsplätzen weiter vergrößert werden.

Post SV Kamp-Lintfort - TSSV Bottrop 3:8
(Frauen, Verbandsliga)

Im zweiten Saisonspiel sicherten sich die Frauen des TSSV Bottrop den ersten Sieg. Vor allem an den hinteren Positionen konnten die Fuhlenbrockerinnen überzeugen und so den 8:3-Erfolg perfekt machen.

Landesliga: TTC 47 weiter ungeschlagen

TTC MJK Herten II - TTC Bottrop 47 0:9
(Landesliga)

Auch im dritten Spiel der Saison wusste die erste Mannschaft des TTC Bottrop 47 zu überzeugen. Gegen TTC MJK Herten konnte die Mannschaft um Kapitän Thomas Nawarecki in der Landesliga ein klares 9:0 für sich verbuchen. Schon in den Doppeln konnten die Bottroper ihre Stärke demonstrieren. Alle drei Paarungen bestehend aus Matthias Woort/Thomas Nawarecki, Marcel Eckmann/Dennis Schutin sowie Christopher Riedel/Felix de Hond konnten überzeugen. Lediglich das Doppel um Marcel Eckmann/ Dennis Schutin musste sich durch fünf Sätze kämpfen. In den Einzeln wussten die Bottroper deutlich zu überzeugen. Wie schon am vergangenen Spieltag ging in den Einzeln kein Satz mehr verloren. So konnte das Aushängeschild des TTC Bottrop 47 einen weiteren 9:0 Sieg feiern.

Das nächste Spiel der Bottroper findet erst wieder am 14. Oktober bei den Sportkameraden vom Post SV Oberhausen statt. Auch die Jungs aus Oberhausen haben noch eine weiße Weste und so steht einem spannenden Spiel nichts entgegen.

Texte: Henning Wiegert, VfB Kirchhellen, DJK Olympia Bottrop, TTC 47

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