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RWE Volleys in vier Sätzen erfolgreich

Kurze Konzentrationspause verlängert das Match

Souveräne Leistung der RWE Volleys Bottrop im Heimspiel gegen die Tecklenburger Land Volleys. Mit einem 3:1 Erfolg über den Tabellenfünften der 2. Bundesliga Nord festigen die Bottroper die Tabellenführung. Nur im dritten Satz gab die sonst starke Truppe um Trainer Goran Aleksov das Zepter aus der Hand.

Der Block der Volleys stand oft und gut. Foto: Tom Schulte



Auf der Außenposition baute Goran Aleksov auf den 26-jährigen US-Amerikaner Joe Deimeke, der das Vertrauen mit einer überragenden Leistung zurückzahlte. 
Er war es, der anfangs mit seinen harten Angaben eine Serie von sechs Punkten erspielte, was eine 7:1-Führung zur Folge hatte. 
Auch im Block setzte er sich in Szene und zwang in Kooperation mit Marcel Keller Gil, bei einem Stand von 13:4 nach nur zehn Minuten Spielzeit, die Gäste aus Niedersachsen zur zweiten Auszeit.
 Wer sich ein Aufbäumen der Tecklenburger Volleys erhoffte, wurde enttäuscht. Die Gegner der Bottroper Volleyballer kamen den gesamten ersten Satz nicht in die Partie und verursachten zum Teil grobe individuelle Fehler. 
„Wir haben in den ersten beiden Sätzen so gut gespielt, dass der Gegner keine Luft zum Atmen bekommen hat“, lautet die Analyse des ebenfalls stark aufgelegten Blockers Marcel Keller Gil, der Hallensprecher Michael „Jackson“ Reschke dazu veranlasste ein Dutzend Male „der Block steeeeeht“ zu grölen.

Starker zweiter Satz, fahrig im Dritten


Und in der Tat, nach dem verwandelten ersten Satzball zum 25:8 durch Joe Deimeke ließen die RWE Volleys auch im zweiten Satz nichts anbrennen. Symptomatisch für das Spiel waren die schwachen Angaben der Tecklenburger, die Bottrop so gut wie immer verwerten konnte. Meist durch eine slowakische Koproduktion von Jozef Janosik als Zuspieler für Miroslav Jakubov, der die Punkte mit seinen diagonalen Schmetterbällen erzielte. Letzterer war es auch, der den Punkt zum souveränen 25:14-Satzgewinn verbuchte.


Im dritten Satz jedoch die Überraschung. Die Tecklenburger schienen sich etwas vorgenommen zu haben und spielten auf einmal auf Augenhöhe. Das Resultat: Bei einem Stand von 6:7 kamen die Norddeutschen zu ihrer ersten Führung, die sie zuerst konstant halten und später sogar auf zwei Punkte zum 20:22 ausbauen konnten. 
Diesen Rückstand konnten die Bottroper Lokalmatadoren zunächst kompensieren, lagen aber nach einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung schlussendlich mit 24:25 zurück. Diese Satzgewinnchance ließ sich der Tabellenfünfte nicht entgehen und verwandelte zum 2:1 nach Sätzen. „Leider kommt man nach so einer zehn Minuten Pause schnell aus dem Rhythmus. Auch diese Schiedsrichterentscheidung hat da seinen Teil zu beigetragen. Dann nimmt irgendwann alles seinen Lauf", erklärte Libero Lennart Bevers den Satzverlust.

Verdienter Viersatzsieg

Die Devise für den vierten Satz hieß nun konzentriert und ruhig das Spiel entscheiden.
 Dabei fanden die Volleys wieder schwer ins Spiel und alles deutete auf einen weiteren spannenden Satz hin. Am guten Block und am stark aufschlagenden Joe Deimeke lag es, dass dies den rund 600 Zuschauern in der Dieter-Renz-Halle erspart blieb. 
Auch die Auszeit der Tecklenburger beim Stand von 19:12 konnte die Bottroper, allen voran Matchwinner Joe Deimeke, der den finalen Punkt zum 25:15 Spielgewinn erzielte, nicht aufhalten. „Man hat gesehen, dass wenn Bottrop - wie im vierten Satz - Ernst macht, wir keine Chance haben und Bottrop verdient auf dem ersten Platz steht“, sagte Gästetrainer Uwe Wallenhorst nach dem Spiel. 
Weiteren Optimismus versprühte Bottrops Trainer Goran Aleksov, der sogar noch einen Schritt weitergeht: „Wir werden weiter hart trainieren und ich denke, nein ich bin sicher, dass wir in die 1. Bundesliga aufsteigen werden.“


Bei so viel Euphorie darf man nicht vergessen, dass noch sechs Spiele zu bewältigen sind.
 In zwei Wochen steht das nächste Spiel gegen Schüttorf auf dem Plan und dann müssen die RWE Volleys Bottrop erneut unter Beweis stellen, dass sie zurecht auf dem ersten Tabellenplatz stehen.

Text: Gian-Luca Delbach

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