bottrop.sport

Spruchkammer Nord lehnt Antrag ab

RWE Volleys müssen mit der zweiten Liga Vorlieb nehmen

Die Spruchkammer Nord hat den Antrag der RWE Volleys, auf Verbleib in der Volleyball Bundesliga, abgelehnt. Nachdem die Bottroper, die letzte Saison leider ohne Sieg abgeschlossen hatten, machte man sich durch den Verzicht des VC Gotha sowie dem Rückzug der Titans aus Wuppertal noch Hoffnungen auf einen Startplatz in Liga eins, da in so einem Fall nach dem Lizenzstatut trotz Abstiegsverpflichtung eine Lizenz erteilt werden kann. Gestern verkündete die Spruchkammer Nord jedoch das Urteil - der Antrag wurde abgelehnt.

Die RWE Volleys bereiten sich auf die zweite Liga vor.

Es war eine bittere Saison für Bottrop. Durch das Fehlen einiger Sponsoreneinnahmen, geriet man in eine wirtschaftlich schwierige Situation. Einen Großteil der Leistungsträger musste der Verein freistellen. Mit einem kleinen Kader, der mit Spielern aus der zweiten Mannschaft aufgefüllt wurde, ging man fortan durch die Saison. Trotz der Umstände hielten viele Fans den Bottropern die Treue und hätten nur zu gern einen Sieg der von Dr. Igor Prielozny trainierten Truppe bejubelt. Am Ende sollte es leider nicht dazu reichen.

Gesicherte Finanzierung frühzeitig nachgewiesen

Als dann jedoch bekannt wurde, dass der VC Gotha seine Mannschaft aus der Bundesliga zurückziehen wird, hoffte man bei den Volleys doch noch auf einen Verbleib im Oberhaus des deutschen Volleyballs. Die Verantwortlichen der Bottroper arbeiteten an einem erstligatauglichen Konzept und wollten somit den freigewordenen Erstligaplatz in Anspruch nehmen. Die RWE Volleys konnten schonfrühzeitig eine gesicherte Finanzierung nachweisen.

Im April lehnte der Vorstand der Deutsche Volleyball Liga den Antrag der RWE Volleys allerdings ab. Die Bottroper legten Einspruch ein, sodass die Spruchkammer Nord über einen eventuellen Verbleib der Ruhrpottler in der Bundesliga entscheiden musste. Diese verkündete am Mittwochabend ihr Urteil. "Natürlich ist es bitter für uns. Wir werden die schriftliche Stellungnahme abwarten und halten uns offen, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen.", meint RWE Volleys Manager Wolfgang Donat. Die schriftliche Begründung des Urteils der Spruchkammer Nord, um den Vorsitzenden Malte Burwitz, erfolgt in den kommenden Tagen.

Kaderplanungen laufen auf Hochtouren

Die Kaderplanungen für die nächste Saison laufen derweil auf Hochtouren. "Wir sind mit zahlreichen Spielern in Gesprächen", so Donat. Neuer Trainer wird Ex-Spieler Goran Aleksov, der zuletzt in den Niederlanden bei  Langhenkel Doetinchem trainierte. Dr. Igor Prielozny hat lukrative Angebote aus Österreich und Dubai vorliegen. "Igor wird uns aber als sportlicher Berater weiter zur Seite stehen", freut sich Donat über die Unterstützung des Ex-Coaches.

Auftakt am 23. September gegen Ammerland

Das erste Spiel werden die RWE Volleys am 23. September bei der VSG Ammerland bestreiten. Höhepunkt der Saisonvorbereitung wird erneut die Internationale ELE Challenge sein, bei der sich die Bottroper mit Erstligamannschaften messen  wollen. Das Teilnehmerfeld wird schon in Kürze bekannt gegeben. Auch die Kooperationen mit Bottroper Schulen und befreundeten Vereinen sollen noch weiter intensiviert werden, damit der Volleyballsport in Bottrop weiterhin präsent ist. Gerade die männliche Jugend  hat mit ihrer Silbermedaille bei der Ruhrolympiade einen positiven Impuls gegeben.

Text: Felix Hülskemper (RWE Volleys)

Kommentare (0)

Was ist die Summe aus 5 und 3?