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Piratinnen siegen im Schnelldurchgang

Die Frauen des JC 66 machen beim 11:3-Erfolg kurzen Prozess mit dem FC Stella Bevergern

Die Frauen des JC 66 Bottrop gewannen am Samstagnachmittag in der Dieter-Renz-Halle das Duell gegen den FC Stella Bevergern mit 11:3. Dabei wurden die Piratinnen nicht nur ihrer Favoritenrolle gerecht, sondern halten weiterhin Kurs auf die Nordmeisterschaft in der 1. Bundesliga.

Jubel im Lager der Piratinnen nach dem klaren Heimsieg gegen Stella Bevergern.

Wenn die Pause zwischen dem ersten und zweiten Durchgang länger dauert als die Kämpfe auf der Tatami, dann unterstreicht diese Tatsache, wie einseitig das Duell zwischen den Frauen des JC 66 und dem Gast des FC Stella Bevergern verlief. Wie schon im vergangenen Jahr endete der Vergleich mit einem deutlichen 11:3-Erfolg für die Piratinnen.

Dabei hatten die Verantwortlichen des JC 66 im Vorfeld noch tiefgestapelt. „Wir hatte wirklich Sorgen, dass es heute schiefgehen könnte“, wusste Präsident Detlef Kaziur zu berichten. Doch spätestens als die Gäste mit einem ersatzgeschwächten Kader über die Waage gingen, war klar, dass der zweite Saisonsieg vor heimischem wohl eher eine Formsache sein würde. Der Gast aus Hörstel-Bevergern war in der Gewichtsklasse -48 Kilogramm ohne Verstärkung aus dem Ausland angereist und musste auch auf Janina Beune (-63 kg) verzichten, die lange auch im Dress des JC 66 gekämpft hatte.

Entsprechend dominant traten die Piratinnen vom ersten Duelle an auf. Spannend wurde es nur im Duell zwischen der Belgierin Gabriella Willems (-78 kg) und der niederländischen U23-Europameisterin von 2015, Larissa Groenwold. Doch die einmal mehr überragende Belgierin, die seit diesem Jahr für den JC 66 kämpft, sicherte sich mit zwei Waza-Ari-Wertungen letztlich verdient den Punkt. Lea Püschel (-70 kg), Julia Rotthoff (-48 kg), Sina Felske (-57 kg), Svenja Radtke (+78 kg) und Saskia Wüst (-63 kg) ließen derweil nichts anbrennen und siegten allesamt vorzeitig. Einzig Lena Wilkes (-52 kg) war nach einer längeren Verletzungspause die fehlende Wettkampfpraxis noch anzumerken. Sie unterlag Stephanie Wirl mit einer Wertung. Die 6:1-Führung bedeutete dennoch eine mehr als komfortable Ausgangssituation.

JC-Trainer Wolfgang Amoussou warf in der Pause die Rotationsmaschine an und bescherte Marie König (-63 kg) so den wohl schönsten Moment ihrer noch jungen Judo-Karriere. Das 15-jährige Küken im Aufgebot des JC 66 durfte erstmals Bundesligaluft schnuppern und feierte im letzten Kampf des Tages einen Traumeinstand. Gegen Jasmin Plumpe brauchte der Neuzugang nur 36 Sekunden, um mit einem Haltegriff den 11:3-Endstand perfekt zu machen. „Für sie habe ich mich total gefreut. Sie war voll bei der Sache und der Kampf heute hat gezeigt, dass auch in Zukunft mit ihr zu rechnen ist“, freute sich Amoussou. Zuvor hatten Alina Fiedler (-70 kg), Gabriella Willems (-78 kg), die von einer Aufgabe profitierte, Julia Rotthoff (-48 kg) und Sina Felske (-57 kg) das Ergebnis in die Höhe geschraubt. Beugen mussten sich im zweiten Durchgang nur Eva Jungbluth (-52 kg) und Svenja Radtke.

Dank des 11:3-Erfolges machen die Piratinnen mit nun zwei Siegen und einem Remis den nächsten Schritt in Richtung Meisterschaft in der Nordstaffel der Bundesliga. Der Titelgewinn wäre gleichbedeutend mit dem anvisierten erstmaligen Medaillengewinn bei der Endrunde, da der Nordmeister automatisch für das Halbfinale qualifiziert ist. Doch der Weg dahin führt nur über einen Sieg am nächsten Kampftag (24. Juni) gegen den Dauerrivalen aus Witten. Trainer Amoussou und seine Mädels sind schon jetzt bereit: „Die Reise geht weiter. Auf das Duell haben wir schon jetzt richtig Bock.“

Text: Henning Wiegert

Kommentare (1)

Was ist die Summe aus 4 und 6?

von Maike,

Super unsere Mädels