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Piraten unterliegen Potsdam

Die Männer verkaufen sich trotz der 4:10-Niederlage teuer

Auch am zweiten Kampftag in der Nordstaffel der Judo-Bundesliga mussten sich die Männer des JC 66 Bottrop klar geschlagen geben. Gegen den UJKC Potsdam unterlagen die Piraten trotz enger Duelle in der Dieter-Renz-Halle mit 4:10. Der kurzfristige Ausfall des Niederländers Michael Korrel konnte nicht kompensiert werden.

Martin Garic unterlag knapp in der Verlängerung.

JC 66 Bottrop – UJKC Potsdam 4:10 (34:91)
(Männer, 2. Kampftag)

Um dem Gast aus Potsdam ordentlich einheizen zu können, hatte der JC 66 Bottrop extra den spanischen Neuzugang Alberto Gaitero Martin einfliegen lassen. Allerdings hatten die Piraten auch einen schwerwiegenden Ausfall zu verzeichnen. Der Niederländer Michael Korrel musste verletzungsbedingt kurzfristig passen. „Er hätte unserer Aufstellung wirklich gut getan“, wusste JC-Trainer Sven Helbing.

So fiel das Ergebnis am Ende deutlicher aus, als es die einzelnen Duelle zuvor gewesen waren. Gleich vier Mal fiel die Entscheidung in der Verlängerung, dreimal hatten die Bottroper letztlich nicht das bessere Ende für sich. Neben dem Spanier Alberto Gaitero Martin (-73 kg) verloren auch Martin Garic (-100 kg) und Egzon Lekaj (-81 kg) im Golden Score. Punkte, die den 66ern wahrlich gutgetan hätten. Stattdessen zogen die Gäste früh davon und führten bereits nach dem ersten Durchgang mit 5:2. Neuzugang Florian Hoffmann (81 kg) hatte nach einer Leistung des Willens für den JC 66 gepunktet, ebenso wie der Niederländer Tornike Tsjakadoea (-60 kg), der sich auch in seinem zweiten Kampf nach der Pause schadlos hier. Den vierten Punkt ergatterte schließlich der spanische Neuzugang, der diesmal im Golden Score gegen den EM-Dritten Baruch Shmailov aus Israel die Nase vorne hatte. „Da hat er gezeigt, was in ihm steckt. Das war eine echte Meisterleistung“, lobte Trainer Sven Helbing, der auch Florian Hoffmann nochmals hervorhob: „Das war kämpferisch richtig stark. Er hat sich nie aufgegeben.“

Nach der 3:11-Niederlage in Hamburg folgt nun also ein 4:10 in eigener Halle gegen Potsdam. Noch sind die Piraten nicht in der Saison angekommen, wenngleich Sven Helbing auch diesmal eine positive Entwicklung beobachten konnte: „Uns hat heute das letzte Quäntchen Glück gefehlt und deshalb bin auch nicht unzufrieden. Man hat aber auch gesehen, dass es noch nicht reicht, um oben mitzukämpfen. Wir haben noch einige unfertige Athleten im Team, aber mit denen macht es besonders viel Spaß zu arbeiten. Auch wenn die Ergebnisse noch nicht stimmen, werden wir an unseren Jungs noch viel Freude haben.“

Weiter geht es am 20. Mai, wenn das Gastspiel bei Judo in Holle auf dem Programm steht. Die Niedersachen waren mit einer 4:10-Niederlage gegen Potsdam in die Saison gestartet und trennten sich am zweiten Kampftag mit einem 7:7-Unentschieden vom KSC ASAHI Spremberg (Tabelle).

Text: Henning Wiegert

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